Meßdorfer Feld – Frischluftschneise zugebaut?

20. Oktober 2006.

Die BI Meßdorfer Feld hat die Beschlussvorlage einer kritischen Prüfung unterzogen und kritisiert massiv die Verwaltung.
„Diese Drucksache enthält derartige Fehler, Auslassungen, Einseitigkeiten und Unzulänglichkeiten, dass wir einer Normenkontrolle nach dem Satzungsbeschluss mit Zuversicht entgegensehen“,  so erwartet Heiko Haupt von der Bürgerinitiative Meßdorfer Feld eine Klage gegen den absehbaren Mehrheitsbeschluß.
Die Stadtverwaltung habe das Klimagutachten von 1990 falsch wiedergegeben: Aus der eindeutigen Aussage des Klimagutachtens des Wetteramtes Essen von 1990 „Gegen eine Bebauung dieser Freifläche in Duisdorf entlang der Bahnlinie bestehen erhebliche Bedenken“ werde, es seien „keine detaillierten Aussagen zu einzelnen Bebauungsplangebieten“ möglich. Auch die Studie von 1992 werde ignoriert. Nach diesem Gutachten ist „ein Verzicht auf jegliche Bebauung (?Nullvariante?) stadtteilklimatologisch die beste Lösung“.

Mit einer 13 Punkte umfassenden Stellungnahme, in der weitere grobe Fehler detailliert aufgeführt werden, hat sich die Bürgerinitiative für die Erhaltung des Meßdorfer Feldes vor der Abstimmung direkt an die Fraktionen im Bonner Rat gewandt.
Spannend wird, wie sich die Bonner SPD unmittelbar nach dem Bruch der Ampel-Koalition verhalten wird: erst jüngst kündigte sie an, geschlossen gegen den Bebauungsplan stimmen zu wollen. FDP und Bürger Bund werden dieser Beschlussvorlage voraussichtlich kritiklos zustimmen.
rhein:raum dokumentiert im Anhang die Stellungnahme der BI

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