Mobilfunkmasten: Bürger werden weder informiert noch gehört

29. Januar 2007.

T-Mobile errichtet in Bonn einen neuen, diesmal 40 Meter hohen Mobilfunkmast und die Anwohner wissen von nichts, beklagen, dass sie ihre Bedenken im Vorfeld nicht einbringen konnten. Immer dasselbe! Dieses Mal sind es die Anwohner des Ankerbachtalwegs in Ramersdorf, die fürchten, dass der schwere Mobilfunkmast den Ennerthang zum Rutschen bringen wird und ihre Häuser Risse bekommen. Vor einigen Monaten noch blieben die Anwohner der Stüffgenstraße in Oberkassel ungehört: Ihnen setzte T-Mobile einen Sendemast buchstäblich vor die Nase – 10 Meter vom Kinderzimmer entfernt.
Wo bleibt – nicht nur in diesen Fällen – die Informations- und Gesprächsbereitschaft, die die Mobilfunkbetreiber bei öffentlichen Auftritten wie z.B. der Sonderveranstaltung Mobilfunk der Stadt Bonn (März 2006) so gerne beteuern? Und wann beweist die Stadt endlich, dass sie sich beim sensiblen Thema Mobilfunk nicht nur als Anwalt der Betreiber versteht, sondern sich für einen Dialog mit den Bürgern stark macht? Stattdessen werden Tatsachen geschaffen: Bis vor kurzem etwa informierte die Stadt Bonn auf ihrer Website darüber, welcher Betreiber wo Sendeanlagen plant – das wurde inzwischen in aller Stille gestrichen.
Brigitte Peter
Wissenschaftsladen Bonn

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