Schwache Tibet-Solidarität

Diva Dieckmann unsolidarisch

25. Juni 2008.

Oberbürgermeisterin ignoriert Ratsbeschluss und verweigert Tibet-Flagge auf dem Alten Rathaus

Über 1.000 Kommunen haben sich am nationalen Tibetsolidaritätstag beteiligt. Bonn allerdings zeigte keine Flagge. Das lag nicht am Rat der Stadt. Der hat sich am 18. Juni fraktionsübergreifend mit überwältigender Mehrheit für die Beteiligung Bonns an der Flaggenaktion ausgesprochen, die am 19./20. Juni 2008 aus Anlass des olympischen Fackellaufes durch Tibet deutschlandweit durchgeführt wurde.
Die Oberbürgermeisterin hatte schon im Vorfeld ihren Unwillen bekundet und reagierte sichtbar vergrätzt über den Ratsbeschluss. Mit der Begründung, die Verwaltung hätte sich nicht in der Lage gesehen, so kurzfristig eine tibetische Fahne zu besorgen, verweigerte sie die Erfüllung des Ratswillens.
Für den Grünen Stadtverordnete Florian Beger ist dies eine fadenscheinige Begründung: „Wenn die Verwaltung sich wirklich außerstande gesehen hätte, die Fahne selbst zu besorgen, hätte der Bonner Bundestagsabgeordnete Eisel sicher gerne ausgeholfen.“
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eisel hatte der Oberbürgermeisterin bereits vor der Ratssitzung eine Tibetfahne zukommen lassen, die die OB zurückgeschickt hatte. Sein Büro liegt am Bonner Marktplatz.

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