Aktuelle Berichterstattung zur Demonstration in Duisdorf (17:30 Uhr)

12. Juli 2008.

dsc_0298Die Rechten verlassen den Ort. Die Gegenveranstaltung des Aktionsbündnisses „Kein Fußbreit den Faschisten“, an der sich bis zu 3.000 Demonstranten beteiligten findet immer noch statt.
Die Situation ist friedlich, der Protest der Gegendemonstranten sehr laut. Auf der Bühne des Aktionsbündnisses gegen Rechts treten KünstlerInnen auf während die Umstehenden „Nazis raus“ und „Wir wollen keine Nazischweine“ rufen sowie mit Schildern demonstrieren. Auf den Schildern steht: „Keine Nazis in Bonn“ und „Nazis haben schlechten Sex“.
Der seit ca. 11:00 Uhr bestehende Kessel, in dem die Polizei rund 150 GegendemonstrantInnen festhält, besteht allerdings noch immer. Redner auf der Bühne fordern immer wieder die Auflösung des Kessels. Die DemonstrantInnen wurden eingekesselt, nachdem sieben von Ihnen mit Farbbeuteln geworfen und Feuerwerkskörper gezündet hatten. Die Eingekesselten haben nun schon seit über 6 Stunden keine Möglichkeit, Getränke zu sich zu nehmen oder eine Toilette zu benutzen. Daher trugen einige Demonstranten außerhalb des Kessels eine Dixie-Toilette zu den Eingekesselten mit den Rufen: „Straße frei für die Scheißerei“.
In der Abschlusskundgebung des Aktionsbündnisses „Kein Fußbreit den Faschisten“ wurde von Mani Stenner vom Netzwerk Friedenskooperative kritisiert, dass die ursprünglich vorgesehene, angekündigte und mit der Polizei abgestimmte Demonstration nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Der Demonstrationszug durch das Messdorfer Feld wurde aufgehalten und nur mühsam konnten sich die DemonstrantInnen ihren Weg bahnen. Alle Eingekesselten werden erkennungsdienstlich erfasst und mit einem Platzverbot belegt. Die Veranstaltung des Aktionsbündnisses wird mindestens andauern, bis die letzten Festgehaltenen den Kessel verlassen können.

weitere Fotos: Opens external link in new windowhttp://www.flickr.com/photos/27494369@N02/sets/72157606106921922/show/

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