Bürgerinitiative informiert die Landesregierung über das METROPOL

31. Juli 2008.

Die Stellungnahme des Berichterstatters des OVG Münster, wonach das METROPOL eventuell kein Denkmal mehr sei, hat in Fachkreisen und bei der Bevölkerung zu einer tiefen Verunsicherung im Hinblick auf den Bestand von Denkmälern geführt. Diese Sorge geht weit über den Einzelfall des METROPOL hinaus und betrifft alle Denkmäler in Nordrhein-Westfalen.

metropol_buehne_06-2Am Informationsstand der Bürgerinitiative möchten nach wie vor Bürger für den Erhalt des METROPOL mit ihrer Unterschrift eintreten. Matthias Keuthen, Vorsitzender der Bürgerinitiative: „Viele wollen etwas tun. Nach der sehr erfolgreichen Sammlung der Unterschriften für das Bürgerbegehren macht es aber keinen Sinn noch mehr Unterschriften zu sammeln.“

Die Bürgerinitiative hat deshalb eine Postkartenaktion gestartet, mit der sich Bürger direkt an den Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers wenden können. Hiermit soll gewährleistet werden, dass die Landesregierung über die Relevanz der Vorgänge informiert ist. Der Text der Postkarte lautet:

Sehr geehrter Herr Rüttgers,
das Bonner Metropol-Theater steht seit 1983 als Denkmal in der Fürsorge der öffentlichen Hand. Die Richter des OVG in Münster scheinen der Meinung zu sein, dass es durch Restaurierungen unter Aufsicht der Denkmalbehörden so geschädigt wurde, dass es kein Denkmal mehr sei. Mit einem entsprechenden Urteil des OVG Münster am 26.08.2008 würde die Zerstörung dieses für NRW und Deutschland einzigartigen Denkmals eingeläutet.
Kann das angehen? Ist das richtig? Wie sehen Sie das? Sind Sie ein Denkmalschützer?
Mit freundlichen Grüssen,

Die Postkarten sind Samstags am Demonstrationsstand vor dem METROPOL erhältlich.
Natürlich hat die Landesregierung keinen Einfluss auf die Urteilsfindung des OVG Münster. Und das ist im Sinne des Rechtstaats auch gut so. Anderseits wirft das Verfahren so viele Fragen auf, dass es sinnvoll erscheint an höchster Stelle auf das Verfahren aufmerksam zu machen.
Hierzu meint Matthias Keuthen, Vorsitzender der Bürgerinitiative: „In dem Verfahren gibt es durchaus Paradoxien. Am Ende könnte, unter Berufung auf das Urteil des OVG Münster, die Zerstörung eines Denkmals stehen, das für die Geschichte der Medien in Deutschland unersetzbar ist.“

Konstruktive Kommentare bevorzugt

Bitte bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe. Verwenden Sie einen eindeutigen Namen in den Kommentaren, so dass ersichtlich bleibt, wer hier mit wem diskutiert. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt. Neben den Kommentaren besteht auch die Möglichkeit einen Artikel einzureichen, bitte wenden Sie sich dazu an: mein-artikel [at] rheinraum-online.de

Schlagworte: ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter