Kirche darf Kirche bleiben – Kino soll Kino bleiben dürfen!

29. November 2008.

metropoldach_05Gute Nachrichten für den Denkmalschutz: Gestern war zu erfahren, dass die Namen-Jesu-Kirche in der Bonner Innenstadt als Kirche erhalten bleibt. Für die Beibehaltung der einzigen, diesem hochrangigen Denkmal wirklich angemessenen Nutzung setzten sich die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und Stadtdirektor Volker Kregel erfolgreich ein – gemeinsam mit Spitzenvertretern des Bau- und des Kulturministeriums und der Düsseldorfer Staatskanzlei. Hierüber sind wir zusammen mit vielen anderen Bonner Bürgern froh und danken den beteiligten Akteuren auf Stadt- und Landesebene.
Zugleich fordern wir den genannten Personenkreis dazu auf, nichts unversucht zu lassen, um für das an die Namen-Jesu-Kirche grenzende Lichtspieltheater METROPOL das gleiche zu erreichen: Kein Umbau, sondern eine dem Denkmal dienliche Fortsetzung der Nutzung als Kino und Theater.
Niemand wird ein Denkmal gegen das andere aufrechnen wollen. Um die herausragende Bedeutung des METROPOL für den Denkmalbestand in Deutschland zu belegen, reicht es, darauf hinzuweisen, dass es 1929, als das METROPOL eröffnete, auf dem Gebiet des Deutschen Reiches 5078 Kinos gab, von denen heute innerhalb der Bundesrepublik „nur noch etwa ein Dutzend [...] erhalten sind“ (Stellungnahme der Rheinischen Denkmalpflege, August 2008). Daher der Appell an alle: Rettet das METROPOL!

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