Neuer Umweltdezernent: FDP hat sich gut verkauft!

7. Dezember 2008.

In der nächsten Ratssitzung am 18.12.2008 soll der neue Umweltdezernent gekürt werden. Rüdiger Wagner, ein FDP-Mitglied aus Niederkassel und Referent im Bundesumweltministerium, soll die Nachfolge von Dr. Volker Kregel antreten. Ausgewählt wurde er von einer bekannten Unternehmensberatungsfirma, die als Headhunter von der Stadt eingesetzt worden war. Sehr lang hat die Suche nach einer qualifizierten Person gedauert, sollte doch die Auswahl nach der „Bestenauslese“ erfolgen. Es war wohl gar nicht so einfach, unter FDP-Mitgliedern einen fachlich geeigneten Umweltspezialisten zu finden.
Aber warum musste es denn ausgerechnet ein FDP-Mitglied sein, das für den Posten gesucht wurde?
Das hat nun wieder seine besondere Geschichte. Wir erinnern uns: Die vorletzte Sozialdezernentin Ulrike Kretschmar war bei der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann in Ungnade gefallen und sollte abgewählt werden. Dazu brauchte es allerdings eine Zweidrittel-Mehrheit. Diese wiederum konnte die OB nur mit den Stimmen von SPD, CDU und der FDP organisieren. Die CDU wurde mit der ersten Bürgermeisterposition bedacht und platzierte zusätzlich den Umweltdezernenten Dr. Volker Kregel, CDU-Mitglied, als Stadtdirektor und damit als ersten Stellvertreter der OB.
Aber auch die FDP wollte sich Ihre Zustimmung zur Abwahl der Sozialdezernentin teuer bezahlen lassen – und hat gut gepokert. Sie bekam mit Uli Hauschild einen Bürgermeister und wollte zusätzlich auch im Verwaltungsvorstand vertreten sein. Dass es ausgerechnet das Umweltdezernat war, spielte für die FDP wohl eine untergeordnete Rolle. So ließ FDP-Fraktionschef Werner Hümmrich verlautbaren, er sei sehr erfreut, dass dann endlich wieder ein Liberaler im Verwaltungsvorstand sei. Somit wird nun die kleinste Fraktion im Bonner Stadtrat mit einem Dezernenten dabei sein.
Das beste, was Bonn bekommen konnte?

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