80 Jahre Metropol – Geburtstagsfeier auf dem Bonner Marktplatz

23. Januar 2009.

Eine große Achtzig aus Kerzen soll auf das ungewöhnliche Jubiläum aufmerksam machen:
Am 26. Januar 1929 eröffnete Bonns ältestes und größtes Kino. 77 Jahre später fiel der letzte Vorhang, weil Immobilienspekulanten aus dem populären Kino am Bonner Markt ein Warenhaus machen wollten.

metropol_80_jahre

Dass sie diesen Plan bislang nicht umsetzen konnten, liegt am großen Engagement der Bonner Bürger, denen es gelang, Politik und Verwaltung aus ihrer passiven Haltung herauszurütteln.
Auch die Stadt Bonn setzt sich inzwischen für einen der letzten Kinopaläste Deutschlands ein. In einem Gerichtsverfahren, das jetzt beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhängig ist, fordert sie gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland und dem Landeskonservator die Aufrechterhaltung des Denkmalschutzes
Von den 5.078 Kinos, die es 1929, im Jahr der Eröffnung des METROPOL im Deutschen Reich gab, hat sich gerade mal ein Dutzend bis in unsere Tage erhalten. Dabei ist es dem METROPOL so ergangen, wie den meisten Menschen, die ein hohes Alter erreichen: Hier ein neuer Bühnenrahmen, dort ein neues Hüftgelenk. Nicht jedes Gebiss ist echt, aber es sorgt für ein schönes Lächeln, das uns erfreut. Und so wie jeder Achtzigjährige, so hat auch das METROPOL ein Recht darauf, dass man rücksichtsvoll mit ihm umgeht!


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Dienstag, 27.01.2009 von: Guido Naruhn

Das Metropol wurde von Herrn Friedrich Stahl (geb 21. Dez. 1868) erbaut der bereits einige Jahre zuvor, nämlich am 16 Dezember 1913, die ”Lichtspiele im Stern” eröffnete. (Quelle: Kinematograph No. 365 von Dezember 1913 sowie Herr Haupt, Besitzer des Stern Hotels)

Das Filmstudio am Markt neben den Stern Lichtspielen feiert übrigens am 28.August diesen Jahres seinen 50. Geburtstag.
Guido NaruhnHaustechniker der Stern Lichtspiele Bonn

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