8. Mai 2009.

Zum Abschluss des Nationalen Radverkehrskongresses in Berlin, auf dem Politiker und Verkehrsplaner gestern und heute eine Zwischenbilanz des bis 2012 laufenden Nationalen Radverkehrsplanes gezogen haben, hat der ADFC Bonn/Rhein-Sieg die geringen Ausgaben der Fahrradfreundlichen Stadt Bonn für den Radverkehr kritisiert.

„Nach Berechnungen des ADFC  gibt die Stadt nur 21,2 Cent pro Jahr und Einwohner für die Förderung des umweltfreundlichen Radverkehrs aus“,  sagte Planungssprecher Johannes Frech am Freitag.

Obwohl die Stadt bereits viel erreicht habe und der Radverkehrsanteil in Bonn über dem Bundesdurchschnitt liege, schöpfe die Stadt ihre Potentiale noch nicht aus. „Gerade vor dem Hintergrund der Klimadiskussion müssen wir noch mehr tun, um die Menschen raus aus dem Auto und rauf aufs Rad zu bekommen“, so Frech. „Die Umsetzung des Zieles, den Anteil des Radverkehrs auf über 25 Prozent am gesamten Verkehr zu steigern, hängt stark von der Förderung der Infrastruktur des Radverkehrs ab.“

Laut dem „Radwege-Ausbauprogramm 2008 ff“ sollen für die nächsten drei Jahre im städtischen Haushalt 154.000 Euro für Radwege und 35.000 Euro für Abstellanlagen veranschlagt werden. Dies wäre umgerechnet ein Betrag von 21,2 Cent pro Einwohner und Jahr. „Selbst die zuständigen Verwaltungsämter gehen für diesen Zeitraum von einem fast zehn Mal so hohen Bedarf von 1,3 Millionen Euro aus“, betont Frech. Die auch von der Verwaltung immer wieder als Beispiel genannte Stadt Münster gibt pro Jahr und Einwohner 8,50 Euro aus, selbst Berlin bringt es auf 2,00 Euro pro Kopf.

Foto: JOKER/Hick

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