11. Juni 2009.

Die Bürgerinitiative Haus der Bildung Bottlerplatz ist mit der Vorgehensweise der Stadtspitze nicht einverstanden: So soll das 2007 vom Stadtrat beschlossene Haus der Bildung am Bottlerplatz nun doch nicht realisiert werden. Die Art und Weise, wie dieser Beschluss umgestoßen wird, löst bei der Bürgerinitiative Enttäuschung und Unverständnis aus. Ilse Wolf, Sprecherin der Bürgerinitiative: „Die Stadtspitze scheint sich an bürgergestützte Ratsbeschlüsse nicht gebunden zu fühlen. Die Politik wird somit beliebig und unglaubwürdig. Die Halbwertszeit von Ratsbeschlüssen wird immer kürzer.“

Nach Überzeugung der Bürgerinitiative wäre die Investorenlösung an der Quantiusstraße wesentlich teurer als die Baumaßnahmen am Standort Bottlerplatz. Für den Bottlerplatz sprechen zudem die gute Erreichbarkeit und die Belebung des Umfelds. Die Bedingungen für Benutzer und Betreiber wären hier optimal.

Ilse Wolf: „Die Stadt muss endlich Prioritäten setzen. Die sanierungsbedürftige Volkshochschule und Stadtbücherei müssen dringend adäquat ausgestattet werden. Dagegen ist ein neues Festspielhaus unnötig, da eine funktionstüchtige Beethovenhalle existiert. Für wichtige Bürgereinrichtungen wie Bibliothek und Volkshochschule soll kein Geld bereit gestellt werden, dagegen werden für das Großprojekt Festspielhaus jährlich mehrere Millionen Euro an Steuergeldern für den Unterhalt benötigt.“

Jahrelang haben sich engagierte Bürger für die Bottlerplatz-Lösung eingesetzt und glaubten sich von Politik und Verwaltung verstanden. Umso enttäuschter sind sie nun über die neueste Entwicklung. Bürgermeinung und Bürgerwille scheint für die Verantwortlichen nach wie vor unwichtig zu sein. Miet- und Umzugskosten waren sicher schon während der Verhandlungen bekannt und werden nun als Gegenargument ins Spiel gebracht. Ilse Wolf: „Das lässt an ein abgekartetes Spiel denken, um die sinnvolle Bottlerplatz-Lösung zu torpedieren.“

Foto: JOKER

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