Webseite informiert über Amtsbewerber

Bonner OB-Kandidaten im Internet vereint

26. Juni 2009.

Ab sofort können sich die Bonner auf nur einer Internetseite über alle Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt informieren. Unter www.obwahl-bonn.de sind Informationen über Personen sowie politische Werdegänge und Ziele der OB-Kandidaten nachzulesen.

CDU-Kandidat Christian Dürig gibt auf der Webseite beispielsweise an, dass er Bonn bis 2014 zu einem Vorbild etwa in Sachen Schuldenabbau machen will. Peter Finger (Grüne) setzt auf lokalen Klimaschutz und mehr Bürgerbeteiligung, während der Liberale Werner Hümmrich eine attraktivere Kulturlandschaft und die Sanierung von Schulen fordert. SPD- Bewerber Jürgen Nimptsch will Bonn in fünf Jahren „noch schöner als heute und genau so stark“ sehen. Michael Faber von den Linken träumt derweil davon, dass die Stadt Sitz der UN-Generalversammlung wird. Und über Bernhard Wimmer vom Bürgerbund erfährt man, dass er bereits einmal Bürgermeister von Speyer war.

„Mit diesem Internetangebot wollen wir einen Beitrag zum Gespräch zwischen Bürgern und Politikern leisten“, erklärt Projektleiter Christoph Okpue die Absicht der Seitenmacher. Okpue ist Geschäftsführer der Software-Firma Ontopica aus Bonn, die die Internetseite zusammen mit der Stiftung Mitarbeit und der Initiative „Mehr Demokratie“ betreibt. Ontopica hat sich auf so genannte „soziale Software“ spezialisiert möchte mit dem Bonner OB-Wahl-Projekt eine Vorbild für erfolgreiche Dialoge zwischen Bürgern und Politik schaffen.

„Die Europawahl am Sonntag hat wieder gezeigt, wie wichtig der Faktor Information in einer Demokratie ist“, so Okpue. Die Wahlbeteiligung sei auch deshalb so niedrig gewesen, weil die Kandidaten der Parteien kaum bekannt gewesen seien. Ab dem 20. Juli können die Bonner den OB-Kandidaten auf der Webseite auch Fragen stellen, die zusammen mit den Antworten dort für alle nachlesbar dokumentiert werden.

„Dieses Kommunikationsprinzip hat sich auf Seiten wie kandidatenwatch.de bereits vielfach bewährt, so dass wir mit einer guten Resonanz auch bei der OB-Wahl in Bonn rechnen“, erklärte Okpue. Auf kandidatenwatch.de konnten Wähler bei Bundestags-, Landtags- und Europawahlen mit ihren Wahlkreis-Kandidaten in Kontakt treten. Millionen Wähler haben diese Hilfe zur Wahlentscheidung bereits genutzt.

Die Internetseite zur Bonner OB-Wahl wird von allen Kandidaten ideell und auch finanziell durch Spenden unterstützt. Um die Kosten für den Seitenbetrieb bis zur Wahl am 30. August zu decken, benötigen die Seitenmacher noch 6.500 Euro und hoffen dabei auf die Unterstützung demokratisch gesinnter Bonnerinnen und Bonner. Damit diese nun auch von der Webseite erfahren, werden in der Stadt nun Plakate aufgehängt sowie Flyer und Postkarten verteilt.

Mehr Informationen: www.obwahl-bonn.de

Thorsten Sterk
Pressesprecher

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