World Conference Center Bonn (WCCB)

Die BonnerInnen werden nachhaltig über den Tisch gezogen

26. Juli 2009.

Auf Bonns größter Baustelle, dem World Conference Center Bonn (WCCB), wird immer noch gearbeitet, obwohl absolut unklar ist, wer das alles bezahlen soll. Trotz des erneuten großzügigen Entgegenkommens der Sparkasse KölnBonn klafft eine Finanzlücke in Höhe von mehr als 30 Mio €. Die koreanischen Investoren wollen oder können sie nicht schließen. Ebensowenig die israelische Arazim Investments Ltd., der inzwischen der Löwenanteil des WCCB-Projektes zu gehören scheint. Erwartungsvoll schauen alle auf die Bonner SteuerzahlerInnen.

Das World Conference Center Bonn (WCCB) umfasst die ehemaligen Gebäude des Deutschen Bundestages – den Neuen Plenarsaal und das Wasserwerk – und Teile des Bundeshauses, die sog. „Bestandsbauten“. Die Planungen für eine Erweiterung um ein neues Kongresszentrum gehen bis in die 90er Jahre zurück. Getragen wurden sie von einem breiten politischen Spektrum im Bonner Stadtrat. Die Stadt Bonn erhielt vom Bund den Neuen Plenarsaal, das Wasserwerk und den sogenannten „Vizepräsidentenbau“ und übernahm die Trägerschaft für das Projekt. Am 21. Dezember 2004 ging das Büro „YES architecture“ als Sieger aus einem sechsmonatigen Architektenwettbewerb für den „Erweiterungsbau“ hervor.

Zwei Jahre nach Baubeginn umfasst der Gebäudekomplex heute das 17-stöckige Ameron World Conference Hotel mit insgesamt 68 Metern Höhe und 334 Zimmern und Suiten und das Kongresszentrum mit einem großen Saal im Zentrum, der 3500 Teilnehmern Platz bietet.

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Das Foyer ein großspuriges Versprechen

Die Investoren

Fehlte also noch ein Investor. Den präsentierte die Oberbrügermeisterin 2005: das koreanische Unternehmen SMI Hyundai. Verhandlungen mit zwei anderen potentiellen Investoren waren im Laufe des Jahres 2005 abgebrochen worden.

Der Bau des Bonner Kongresszentrums sollte für die koreanische Firma das erste Großprojekt in Europa sein. In das Gesamtprojekt erklärte Mann Ki Kim, zum damaligen Zeitpunkt „Präsident“ der SMI Hyundai, ca. 140 Mio. € zu investieren, um am Rhein das „führende Kongresszentrum in Deutschland“ und eine „internationale Begegnungsstätte für Geschäftsleute“ entstehen zu lassen. Der Investor verpflichtete sich per Vertrag, für die Zeit von 30 Jahren die „Bewirtschaftungs- und Serviceleistungen“ für das Kongresszentrum zu übernehmen. „ohne dass hierfür die Stadt einen dauerhaften Zuschuss zahlen muss“. Im November 2006 fand der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau statt. Vor 200 geladenen Gästen lobte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann SMI Hyundai und deren damaligen Präsidenten: „Sie sind ein Glücksfall für Bonn.“

Ein Jahr vor der angekündigten Fertigstellung des Komplexes, im Februar 2009 gab es erste Informationen über  Probleme mit dem Investor SMI Hyundai. Die Kosten für die Fertigstellung des Projektes würden nicht wie geplant 140 Mio. € , sondern 200 Mio. € betragen. SMI Hyundai war nicht mehr in der Lage, die zusätzlichen 60 Mio. € zu finanzieren. Die 30 prozentige Baukostensteigerung erklärten Vertreter der Stadt Bonn u.a. damit, dass das Hotel von ursprünglich 200 auf nun 336 Zimmer vergrößert worden sei, außerdem sei es zu einer Materialkostensteigerung und einer nicht absehbar gewesenen Abwertung des Dollars gekommen.

Großspurige Versprechen

Die angekündigte Finanzierung des Baus durch den Investor entpuppt sich heute als großspuriges Versprechen. Tatsächlich wurde bis Anfang 2009 der Bau durch einen Kredit der Sparkasse KölnBonn in Höhe von 70 Mio. € und 36 Millionen € des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. SMI Hyundai brachte ganze 10 Mio € in das Projekt als Eigenmittel ein, 20 Mio € wurden über SMI Hyundai von anderen Investoren aufgebracht.

Ein Nachfolger für den Investor musste die Lücke schließen! Den Nachfolger präsentierte die Stadt Bonn im Frühjahr dieses Jahres: eine andere koreanische Gesellschaft sei in die für die Durchführung des Bonner Projektes gegründete United Nations Conference Center GmbH  (UNCC  GmbH) eingestiegen und verspreche nun die Endfinanzierung. Bei diesem neuen Investor handelt es sich um die „Honua Investment Management Inc.“, einer Gesellschaft mit Hauptsitz in Honolulu. Einen „dubiosen“ Finanzierer nannte der WDR sie in einer Sendung am 30. April 2009. Andrew Jang, der Chef von Honua, habe sich, so die Stadt, verpflichtet, 30 Mio € zur Schließung des Finanzloches zu überweisen. Auf diese versprochenen Millionen wartet die Stadt Bonn seitdem vergeblich. Erst hieß es, die Stadt habe Honua bis zum 30. Juni 2009 eine Frist gesetzt, dann wurde sie auf den 10. Juli 2009 verlängert. Überwiesen wurde nichts.

Neben der weiteren Finanzierung in Höhe von 30 Mio €, die durch den neuen Investor erfolgen soll, kündigte die Stadtverwaltung im April 2009 an, dass die Sparkasse KölnBonn einen neuen Kredit in Höhe von 30 Mio. € geben werde. Die Entscheidung für diesen Kredit soll nach einer abgeschlossenen Risikobewertung durch einen Wirtschaftsprüfer erfolgen. Eine Nebenabrede in Höhe von 104 Mio €, eine Quasi-Bürgschaft für den Gesamtkredit der Sparkasse, übernahm die Stadt Bonn nach einem Beschluss des Rates.

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Schleierhafte Finanzierung

Wem gehört die UNCC GmbH ?

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses „Zukunft Bonn“ am 17. Juli 2009 musste die Stadt die unklaren Verhältnisse zugeben: vor dem Bonner Landgericht treffen am 5. August 2009 Honua und Arazim aufeinander. Schaut die Stadt bei diesem Rechtsstreit zu, so will sie in anderer Hinsicht tätig werden: der größte Anteilseigner an Honua, die koreanische „Dongbu Insurance Company“, fordert die Stadt Bonn zu einer Erklärung auf, sie von möglichen Forderungen freizustellen, die sich aus den Auseinandersetzungen um die UNCC GmbH ergeben könnten.

Eng mit der Frage, wer die „restlichen“ finanziellen Mittel zur Fertigstellung des WCCB aufbringt, ist die Frage der Folgekosten. Erfolgt die Investition durch Honua nicht,  tritt der sogenannte Heimfall ein. Das bedeutet, dass das Projekt an die Stadt zurückfällt. Die Stadt müsste dann für die restlichen 30 Mio. €, die zur Fortführung des Projektes gebraucht werden, einen Kredit aufbringen. Und: die Stadt Bonn müsste die Folgekosten tragen, z.B. die fälligen Zinsen, die bei einem Kredit in Höhe von 104 Mio € absehbar etwas mehr als 5 Mio. € jährlich betragen.

Chefsachen

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Wo bleiben die Millionen? Bonner MdB bei Baustellenbesichtigung.

Das „Bonner Zukunftsprojekt“ WCCB wurde von der Bonner Oberbürgermeisterin von Beginn an als „Chefsache“ behandelt. Bärbel Dieckmann präsentierte 2005 den Investor SMI Hyundai, sie sonnte sich in dem Glanz, den das Projekt bei seinem ersten Spatenstich ausstrahlte, sie besetzte die städtischeProjektgruppe mit zwei Mitarbeitern ihres Vertrauens, die bis dahin keinerlei Erfahrung im Umgang mit einem Projekt in dieser Dimension hatten, und sie überließ das Controlling des Baus dem schon mit anderen städtischen Liegenschaften überforderten „Städtischen Gebäudemanagement“ (SGB). Seitdem die Finanzierung und endgültige Fertigstellung des Projektes WCCB ins Trudeln geraten ist und das Projekt eine negative Schlagzeile nach der anderen erhält, ist die Oberbürgermeisterin abgetaucht. Von ihr gibt es keine Interviews mehr zum Thema, öffentliche Stellungnahmen geben andere ab. Ganz offensichtlich besteht die Taktik darin, das Desaster erst nach den anstehenden Kommunalwahl zuzugeben. Wie sonst ist zu erklären, dass Vertragsbrüche hingenommen werden oder gesetzte Fristen durch neue ersetzt werden, ohne dass etwas passiert?

Größenwahn

Ausschlaggebend für die Entstehung der Probleme sind aber nicht nur das mangelnde Management durch die Spitze der Bonner Stadtverwaltung, sondern auch eine Politik der Stadtspitze und die sie tragenden Parteien der großen Koalition, die sich nur als „Politik des Größenwahns“ beschreiben lässt. Es sollte nicht genügen, ein „Internationales Kongresszentrum“ zu schaffen, es musste ein „World Conferenz Center“ werden. Aufgrund der Probleme dieser „Politik des Größenwahns“ im Zusammenhang mit dem WCCB wäre zu erwarten, dass die Beteiligten zur Besinnung kommen. Dem ist überhaupt nicht so. Das nächste Projekt mit „Weltniveau“, das geplante Festspielhaus wird von denselben Akteuren der Stadtspitze und der Parteien der Großen Koalition betrieben, die die Probleme mit dem WCCB zu verantworten haben. Und der Bonner Bürger, der die Zeche zu zahlen hat? Die Oberbrügermeisterin kann für ihre Politik nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Sie kandidiert nicht mehr. Bleibt als Konsequenz, den Parteien und Parteivertretern eine Absage zu erteilen, die diesen Größenwahn betrieben haben und ihn offensichtlich weiter betreiben wollen.


Foto: JOKER

  1. Peter Riemann sagt am 26. Juli 2009:

    Beängstigend ist nicht nur die Gefahr, die von dem Projekt in finanzieller Hinsicht ausgeht, sondern der Umgang der Verantwortlichen mit den Bürgern und den Steuergeldern.
    Wenn überhaupt, dann erfolgt die Information scheibchenweise, z.T. wohl auch, weil man selber zu wenig weiß. Ersatzweise wird mit netten Worthülsen und Valiumtabletten hantiert, deren Wirkung an Desinformation heranreicht: Demokratie pur!

    Ob der Chairman und CEO Man Ki Kim “Präsident” von SMI Hyundai genannt wird, ist belanglos, zumal heute jeder Vorsitzende eines größeren Sportvereins sich ebenso nennt.
    Wichtiger ist die Funktion innerhalb der betreffenden Firmenstruktur, insbesondere bei dem “Präsident” des “Investmentkonzerns” (so im GA zu lesen) Honua Investment Management Inc. auf Hawaii. Es hätte bereits vor Monaten eine halbe Stunde Internetrecherche benötigt, um herauszufinden dass

    a) “Honua” mit dem CEO (Andrew) Seung Tae Jang eine Anlageberaterfirma ist, die 2005 gegründet wurde, ca. 4 Mitarbeiter hat und einen Jahresumsatz von 370.000 US Dollar.

    b) durchaus eine Adresse vorhanden ist, aber man dort nicht residiert, wo der WDR gesucht hat, sondern in: 1128 Ala Napunani St
    Honolulu, HI 96818
    Phone: (808) 839-4647
    Website: Information not found (?)
    (http://www.manta.com/company/mm85g6v)

    c) die drei Versicherungskonzerne Dongbu Insurance, Dongbu Life Insarance und Kumho Life Insurance wegen der koreanischen Gesetzgebung nicht in Immobiliengeschäften tätig sein dürfen und eine davon, die Kumho Life Insurance zum Verkauf steht, aber keinen Abnehmer findet.

    Abgesehen von dem prekären Umstand, dass keiner in Bonn weiß welche Anteile die israelische Arazim Investments Ltd. am UNCC hält, wäre es durchaus interessant zu erfahren, wie die “Honua - Gruppe” als eventueller Vertragspartner der Stadt Bonn aufgestellt ist: als Gesamtgesellschafter, oder einzeln, wie beim Grand Avenue Project in Los Angeles: (http://www.crala.net/internet-site/Meetings/Board_Agenda_2008/upload/Oct_16_2008_item_8.pdf).

    Dieses Projekt, in dem Honua ebenfalls als “Retter” auftritt, zeigt beeindruckend, wie die Bürger in den USA informiert werden und in den Entscheidungsprozess eingebunden sind.

    Wer ist die Bonner “Honua - Gruppe? Wer wird seitens der Stadt Bonn von eventuellen Forderungen freigestellt und in welcher Höhe? Bleibt uns SMI Hyundai, in welcher Form auch immer, erhalten, auch wenn der Vertrag durch Man Ki Kim (Ein Glücksfall für Bonn?) nicht erfüllt wurde?
    Ist die von Honua geforderte Erklärung eine Absicherung, weil der Vertrag nach §155 BGB u.U. gar keine Gültigkeit mehr hat, bzw. eines Tages nicht mehr haben könnte?

    Reicht es der Stadt Bonn, dass sich Herrn Kim “mit anderen Projekten verzettelt habe”, so Herr Christoph Penderok/SMI Hyundai dessen Rolle in dem “WCCB - Mysterienspiel” ebenfalls geklärt werden müsste.

    Neben Andrew Jang soll er angeblich ebenfalls die koreanischen Konzerne beraten. Die Auskunft, die er dem GA am 06.05.2009 gegeben hatte (”Die gehören dort zu den Top Ten”) war nicht ganz richtig, denn Kumho Life Insurance, geht es, ebenso wie ihrer Muttergesellschaft der Asiana Group)überhaupt nicht gut (http://investing.businessweek.com/businessweek/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapId=1004772).

    Die Unsicherheiten und Unwägbarkeiten der Gesamtkonstruktion beim WCCB und die Verschachtelung mit SMI Hyundai als Noch - Teilinvestor, Generalplaner und Mitbetreiber sind so groß, dass man sich nicht wundern darf, wenn die Fragen der Politiker. der BürgerInnen und der Presse, immer bohrender werden.

    Das Wort Missmanagement, das der Stadtsprecher in der Pressemitteilung vom 24.07.2009 (http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/presseportal/pressemitteilungen/08675/index.html?lang=de) nicht hören will, bezieht sich nicht nur auf tatsächliche Pannen, sondern auch auf die Informationspolitik die einer selbsternannten Bundesstadt absolut unwürdig ist.

    Es ist allerhöchste Zeit, dass die, von der Verwaltung am 24.04.2009 angekündigte “Ausführliche Information” zum WCCB nun, nach drei Monaten kräftig nachgebessert wird.
    Der optimistische Ziel, dass sich das Thema WCCB aus dem Wahlkampf heraushalten läßt, scheint inzwischen unerreichbar…

  2. Martin Schilling sagt am 3. August 2009:

    Es ist ja so einfach, mal kurz die Mär vom Größenwahn zu bemühen. Nur so ist die Geschichte nicht. Alle Parteien im Bonner Rat haben nach dem Umzugsbeschluss sich für den UN-Standort stark gemacht. Man hat sich sogar überschlagen in der Art und Weise, was nun alles gemacht werden muss. Nur klar war auch, dass die UN ihren Standort in Bonn nur dann ausbaut, wenn auch das Umfeld dafür geschaffen wird. Eine der Anforderungen war ein entsprechend zweiter großer Kongresssaal neben dem bisherigen Bundestag. Dies war die Grundlage für die vom Rat in der Regel einstimmig getroffenen Beschlüsse.

    Nun kann man mit einer bestimmten Berechtigung darüber streiten, ob die Beschlüsse ausgereicht haben, dieses Projekt so umzusetzen wie es sicherlich im Sinne aller gewesen wäre. Auch muss man die Frage stellen, ob die Entscheidung richtig war, einen privaten Investor zu suchen oder ob es nicht richtiger gewesen wäre, dieses Projekt in städtischer Verantwortung zu planen, zu bauen und zu betreiben. Die Interessenlage von Finanzinvestoren ist sicherlich eine andere als die von Kommunen, die langfristige Ziele verfolgen. In Zeiten der Krise kommt es dann zwangsläufig zu den zu beobachteten Konflikten und Schwierigkeiten.

    Für den Standort Bonn ist die Entscheidung für den Bau eines Kongresszentrums noch immer richtig. Schon die Tatsache, dass dies in Köln mit hohem Mißtrauen und mit der ständigen neuen Drohung des Baus eines eigenen neuen Kongresszentrums für 3000-5000 Besucher begleitet wird, scheint doch zumindest ein kleiner Beleg für die Richtigkeit des Tuns sein. Die Tatsache, dass viele neue Kongresse und Veranstaltungen gerade in zukunftsträchtigen Themenbereichen Bonn als Veranstaltungsort wählen, stärkt das Profil Bonns.

    Bonn braucht das Kongresszentrum. Von mir aus auch gerne in kommunaler Trägerschaft. Aber zumindest scheinen ja alle Beteiligten den Fortgang und die rechtzeitige Fertigstellung als gemeinsames Ziel zu haben. Selbst wenn dies dem Verfasser des Artikels nicht so richtig in den Kram passt.

  3. Clemens Mohrau sagt am 4. August 2009:

    Lieber Herr Schilling,

    natürlich ist es einfach, von Größenwahn zu sprechen. Aber was bleibt einem anders übrig?! Schämen sollten sich all jene, die dies nie wagten oder wollten. Ihre Bonner SPD zum Beispiel!

    Dabei haben Sie persönlich vollkommen recht, wenn Sie soeben Zweifel anmelden, “ob die Entscheidung richtig war, einen privaten Investor zu suchen oder ob es nicht richtiger gewesen wäre, dieses Projekt in städtischer Verantwortung zu planen, zu bauen und zu betreiben.”

    “Die Interessenlage von Finanzinvestoren”, sagen Sie, “ist sicherlich eine andere als die von Kommunen, die langfristige Ziele verfolgen.”

    Na klar, was denn sonst? (Fragen Sie mal Ihren Heuschrecken-Münte!!)

    Schade, dass Ihr Einfluss in der Bonner SPD so gering ist,

    das bedauert auftichtig Ihr

    Clemens Mohrau

  4. Martin Schilling sagt am 4. August 2009:

    Sehr geehrter Herr Mohrau,

    es soll ja nicht zum Dialog ausarten. Trotzdem noch einige Anmerkungen:

    1. Die damalige Konstruktion “privater Investor” war vermutlich die einzige Chance, die Realisierung eines Konferenzzentrums zu erreichen. Nachher ist man immer schlauer. Das gilt nicht nur für Politiker.

    2. Es gibt auch Finanzinvestoren in Bonn, die trotz ihrer “Interessenlage” viel umgesetzt haben, was wir heute durchaus positiv bewerten.

    3. Es gibt auch genügend Beispiele, wo Kommunen auch auf Grund ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen (EU-weite Ausschreibungen, usw.) gegenüber privaten Investoren (z.B. Rheinwerk in Oberkassel, Post-Office II im Regierungsviertel) im Nachteil sind. Und dies liegt nicht am schlechten Personal wie so manche immer wieder behaupten sondern auch an den Schwierigkeiten der Politik, die vielen Meinungen möglichst unter einen Hut zu bekommen. Da hat jeder seine Wunschformulierung oder möchte eine Duftmarke hinterlassen. Auch dies gilt für alle Parteien im Bonner Rat.

    4. Danke für das Bedauern. Ich bin garnicht so unglücklich mit meiner Partei. Zimindest fühle ich mich da wohler als in den anderen Angeboten vor Ort. Manchmal muss man sich eben streiten und manchmal setzt man sich auch nicht durch, aber niemand hat für sich die alleine Wahrheit gepachtet.

    In diesem Sinne freue ich mich über (fast) jede Diskussion.

    Herzliche Grüße

    Martin Schilling

  5. Hans Weingartz sagt am 5. August 2009:

    Eine aktuelle Ergänzung zu dem Artikel: das Bonner Landgericht hat heute Morgen in einer (vorläufigen) Entscheidung die Ansprüche von Arazim Ltd. auf 94% Anteile an der UNCC GmbH bestätigt!
    Hans Weingartz

  6. Hardy sagt am 24. September 2009:

    Wenn einer, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vöglein wär - so irrt sich der!

  7. Peter Kanzow sagt am 24. September 2009:

    > 1. Die damalige Konstruktion “privater Investor” war vermutlich die einzige Chance, die Realisierung eines Konferenzzentrums zu erreichen. Nachher ist man immer schlauer. Das gilt nicht nur für Politiker.

    Ach Herr Schilling, wenn es auf der ganzen Welt nur einen Partner für ein Geschäft gibt, und dieser Partner stellt sich als Gauner heraus, dann war das Geschäft wahrscheinlich undurchführbar, weil nicht lukrativ für einen seriösen Partner.

    > 2. Es gibt auch Finanzinvestoren in Bonn, die trotz ihrer “Interessenlage” viel umgesetzt haben, was wir heute durchaus positiv bewerten.

    Die Metropol-Zerstörung gehört sicher nicht dazu, aber es kommt natürlich an, wer sich hinter “wir” verbirgt. Es gibt sicher Leute, die in dem derzeit stattfindenden Umbau eine positive Entwicklung sehen. Obwohl eine verlagerte Buchhandlung niemandem wirklich hilft, es genügend Gebäude für eine schönere Buchhandlung als “Am Hof” gibt, und die Leute vorm Stern-Kino Schlange stehen, um in winzigen Schuhkartons Filme zu sehen, statt in dem angemessenen Ambiente. Berlin hat so etwas - Astor Film Lounge - Bonn beweist einmal mehr seine Provinzialität. Von der Töpfer und Interboden bestens leben können - der Report über die “Millionenfalle Metropol” muss noch geschrieben werden.

  8. Wolfgang Wobido sagt am 24. September 2009:

    Aktuell meldet der WDR,

    das die Baugesellschaft des WCCB Insolvenz angemeldet hat.

    Schlagzeilen:
    Nachrichten - Studio Köln - WDR.de

  9. [...] nachhaltig über den Tisch gezogenen Bonner Steuerzahler dürfen sich derweil überlegen wie hoch der Gesamtschaden werden [...]

  10. [...] wurde. Diese Panne hätte nicht passieren dürfen, denn Christoph P. war schon lange zuvor am 26. Juli 2009 in einem Kommentar als merkwürdiger Doppelberater zweier Investoren “geortet” worden, von denen, der eine, [...]

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