Veranstaltungen zum Hiroshimatag fordern atomwaffenfreie Welt

Bundesregierung könnte Atomwaffen sofort aus Deutschland verbannen

4. August 2009.

Mit mehr als 60 Veranstaltungen in der Bundesrepublik erinnern Friedensgruppen an die Atombombenabwürfe der US-Luftwaffe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und fordern die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen. Die Termine listet das Netzwerk Friedenskooperative unter www.friedenskooperative.de.

Bereits am 1. August fand der „Pacemakers-Radmarathon“ in Baden-Württemberg statt. Noch bis zum 8. August führt zur Zeit eine Fahrradtour „Auf Achse für Frieden und Abrüstung“ von Bayern zum Atomwaffenlager Büchel in der Eifel. Am Haupteingang des Fliegerhorstes findet bereits am 6. August eine Kundgebung statt. Am Samstag folgt an gleicher Stelle ein Rockkonzert gegen Atomwaffen, am Sonntag spricht dort zur Abschlusskundgebung der Aktionstage u.a.
die Schauspielerin Barbara Rütting. Auch vor der US-Atomwaffenkommandozentrale EUCOM in Stuttgart-Vaihingen versammeln sich Friedensaktivisten am Morgen des Hiroshimatages zu einer Mahnwache.

Weitere Veranstaltungen am 6.8. sind u.a. in Berlin, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/M., Fürth, Gammertingen, Gilching, Hannover, Heilbronn, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nottuln, Nürnberg, Oberhausen, Oldenburg, Sylt, Tettnang, Todendorf und Wedel geplant. In Gorleben findet zum Nagasaki-Gedenktag am 9. August eine Anti-Atom-Konzertaktion statt, in Köln ein Picknick im dortigen Hiroshima-
Nagasaki-Park.

In Nagasaki veranstalten die „Mayors for Peace“ ihre 7. General-Konferenz. Der weltweite Zusammenschluss „Bürgermeister für den Frieden“ fordert die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020.

Das Netzwerk Friedenskooperative betont, dass sich die Atomwaffengegner durch die Prager Rede US-Präsident Obamas für die Vision einer atomwaffenfreien Welt bestärkt sehen. Gefordert werden aber konkrete Schritte zur Realisierung auch von Obama. So könne z.B. eine substanzielle Reduzierung der Atomwaffenarsenale in den
Verhandlungen mit Russland über ein neues START-Abkommen realistisch nur erreicht werden, wenn die USA ihr Raketenabwehr NMD zur Disposition stellten und auf die Stationierung von US-Abwehrsystemen in Polen und Tschechien verzichten.

Erhebliche Abrüstung der großen Atomwaffenstaaten sei wiederum der Schlüssel für Erfolge bei der 2010 anstehenden Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag und dem Bemühen die Weiterverbreitung  von Atomwaffen weltweit zu unterbinden.

Obama müsse auch bereit sein, die US-Militärdoktrin zu verändern und sofort den Ersteinsatz von Atomwaffen sowie deren Einsatz gegen Nichtatomwaffenstaaten auszuschließen.

Von der Bundesregierung fordern die Friedensgruppen den sofortigen Verzicht auf die „nukleare Teilhabe“ und den Abzug der letzten verbliebenen US-Atombomben aus dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel.

„Die Bereithaltung dieser Massenvernichtungsmittel zum etwaigen Einsatz  durch deutsche Tornado-Kampfbomber liegt ausschließlich am Willen der darauf beharrenden Bundesregierung. Ein Wort von der Bundeskanzlerin und Deutschland wäre atomwaffenfrei!“, so der Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Manfred Stenner.

Manfred Stenner (Netzwerk Friedenskooperative)

P.S.: Unter www.friedenskooperative.de finden sich neben den Aktionsterminen auch Aufrufe, Redebeiträge und
Hintergrundinformationen zu den Hiroshima-/Nagasaki-Tagen.

Unter www.atomwaffenfrei.de finden sich viele weitere Informationen  zu den Kampagnen gegen Atomwaffen.

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