Kommunalwahl Bonn:

Die rote Pappnase bleibt

30. August 2009.

Ihr neuer Träger heißt Jürgen Nimptsch. Knapp 6o % der Bonner WählerInnen hatten sich für  andere Kandidaten entschieden, doch die einfache Mehrheit reicht schließlich aus. Vorerst wird also alles beim alten bleiben: Auf dem Chefsessel sitzt für die nächsten sechs Jahre ein Sozi, die stärkste Fraktion im Rat ist die CDU, und die wird mit der zweitstärksten, nämlich der SPD, wieder eine große Koalition bilden…

pappnasen

Bonn: Die rote Pappnase bleibt - Das Kongresszentrum WCCB wird vom Dieckmannbau zum Nimptschbau

Allerdings schrumpfte die Mehrheit dieses schwarz-roten Bündnisses von komfortablen 68 % auf nur noch knappe 56 %. Die beiden großen Alt-Parteien verloren  jeweils sechs Prozent der Stimmen.

Größter Gewinner ist die FDP. Sie legte um zwei Drittel zu (von 8 % auf 13 %). Doch auch die Grünen freuen sich über Erfolge. Aus 16 % wurden jetzt 19 %, und statt einem Direktmandat holten sie diesmal gleich zwei. Auch die Linke hat sich nicht schlecht geschlagen und kam auf knapp vier Prozent und erreichte sogar, wegen der vielen durch die CDU-Erfolge bedingten Überhangmandate, Fraktionsstärke.

Allem Anschein nach sitzt jetzt auch das reaktionäre Pack von “Pro-NRW” mit einem Vertreter im Bonner Stadtrat. Kaum mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten hat vom Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die Wahlbeteiligung lag  -  wie schon vor fünf Jahren - bei 56 %.

  1. MPistorius sagt:

    Nimptschbau finde ich gut:-) Mal sehen was heute im Rat passiert.

  2. Peter Kanzow sagt:

    Bärbel wurde vom Rat auseinandergenommen und hat dann die Notbremse gezogen. Und irgendwie ist mir das alles nicht neu. Keine oder falsche Informationen, und eine eigene Agenda, die vor allem den Investoren nutzt – wie beim Metropol. Man sollte der Dame mal stecken, woher das “Bürger” in “Oberbürgermeisterin” kommt.

  3. Wolfgang Wobido sagt:

    WCC Desaster und Wahlkampf in Bonn

    Man muss nicht Rügemer oder Wallraff heissen um zu erkennen das in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn manches im Argen liegt.
    Nur leider ist der Mensch von Natur aus vergesslich.
    Ich war selbst vergangen Montag in der Sondersitzung des Bonner Rates anwesend um mit eigenen Augen sehen zu können das diese Ehrenamtler nur noch als Statisten und Abnicker fungieren, von ihrer eigentlichen Aufgabe der Kontrolle keine Spur.

    Beim geplanten Festspielhaus gehen die Verantwortlichen hoffentlich noch einfallsreicher und cleverer vor bevor Herr Apostel einschreiten muss.
    Nein nicht nur die noch OB B.Dieckmann und die Verwaltungsführung hat dieses Finanzchaos zu verantworten.
    Vorne weg der spd Vorsitzende Klein (ich weiß von nichts), Herr Hümmrich von der fdp (beruft sich eher aufs Bankgeheimnis) ähnl. der Herr von der Sparkasse Köln/Bonn,dazu kann ich nichts sagen (fällt unters Bankgeheimnis)

    Es darf weiterhin munter spekuliert und geklüngelt werden.

    Ich behaupte,wäre dieser WCC Skandal früher angepackt und im Detail bekannt geworden, wären die Kommunal Wahlen in Bonn anders verlaufen und für die Groß Koalitionäre noch vernichtender ausgegangen.
    Aber,die nächsten Wahlen kommen ganz bestimmt.

    Auch die Bonner spd unter der Federführung von MDB Kelber (und Aufsichtsratsmitglied der SWB)ist keine Ausnahme im Bonner Klüngel.
    Ich erinnere daran das Herr Kelber die treibende Kraft war bei der Einführung von Ein Euro Jobbern als sogenannte Fahrgastbetreuer (und anderen?) bei den SWB was inzwischen wohl dank ARGE nicht mehr machbar ist.
    Durch diese ca. 350 Ein Euro Jobber haben sich die SWB saniert und Millionen auf dem Rücken der Armen und Schwachen dieser Gesellschaft verdient.
    Sicher gibt es noch andere undurchsichtige und zwiespältige Projekte (auch in ganz Deutschland) die ähnlich gelaufen sind um blos die Arbeitsmarkt Statistiken schön reden zu können.(die in Wirklichkeit viel höher ausfallen würden)
    Herr Sozialamtsleiter Liminski taktiert ebenso undurchsichtig mit den Stadtratsmitgliedern statt Fakten und genaue Zahlen auf den Tisch zu legen.

    Sind nicht alle städt.Verwaltungsmitglieder zur Rechenschaft gegenüber dem Stadtrat verpflichtet ??

    In diesem Zusammenhang sei auch die Stadtverordnete und ehemalige Sozialauschussvorsitzende Frau Ingenkamp genannt (die früher der spd angehörte jetzt parteilos,(auch in Diensten der Bonner Wohlfahrt) die gegen den Antrag des Erwerbslosenforums Deutschland stimmte (warum wohl?)was die Umwandlung der Ein Euro Jobs in Sozialversicherungspflichtige Jobs verlangte

    Der Müllskandal und Wieland leben scheinbar (nur) in anderen Ausmassen weiter.

  4. [...] GRÜNE in Bonn waren auch noch nie Befürworter von 1 Euro Jobs! Auf rheinraum-online.de schreibt ein Wolfgang Wobido als Kommentar zum WCC Desaster und Wahlkampf in [...]

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