9. September 2009.

Brav folgten die Bonner Bundestagskandidaten einer Einladung des Bundes der Vertriebenen  zu einer Podiumsdiskussion anlässlich des „Tages der Heimat“.

Überraschend für die meisten der etwa 80 Gäste war die große Einigkeit der Kandidaten in den Grundsätzen der aktuellen Fragen. So warfen Herr Kelber von der SPD und Frau Dörner von den Grünen dem Bundesinnenministerium mangelnde Sensibilität bei den Ausführungsbestimmungen des Melde- und Personenstandsrechtes vor. Viele Vertriebene hatten offenbar bei der Zusendung der neuen Steueridentifikationsnummern erstaunt feststellen müssen, dass sie im „Ausland „geboren seien. So habe zum Beispiel beim Geburtsort Breslau der Zzusatz „Polen“ gestanden, obwohl der Geburtsort seinerzeit völkerrechtlich noch zu Deutschland gehört habe.

Frau Dörner erhielt starken Applaus für ihre Aussage, dass junge Menschen über die ostdeutsche Geschichte und Kultur in Schulen und Universitäten mehr erfahren müssten. Ulrich Kelber machte auf die Bedeutung der deutschen Ostsiedlung für die gesamte europäische Kultur und Geschichte aufmerksam, musste jedoch wiederholt auf die angespannte finanzielle Situation der öffentlichen Haushalte hinweisen, die zusätzliche Mittel für den Kultur- und Bildungsauftrag nach Bundesvertriebenengesetz kaum ermöglichten.

Stephan Eisel von der CDU war ebenfalls anwesend.

Neben den Vertretern der Parteien saß auf dem Podium der BdV-Landes- und Kreisvorsitzende Hans-Günter Parplies, es moderierte Stephan Rauhut von der Landsmannschaft Schlesien.

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