Siebengebirge:

BUND (Rhein-Sieg) begrüßt positive NABU (Rhein-Sieg)-Haltung zum Nationalpark!

18. September 2009.

Wer aufmerksam die Abstimmungen des Landschaftsbeirates in der Vergangenheit verfolgte, wusste schon seit geraumer Zeit, dass der Naturschutzbund Rhein-Sieg (NABU) sich für einen Nationalpark im Siebengebirge ausgesprochen hatte. Trotzdem fehlte bis jetzt eine klare, positive Äußerung der NABU-Kreisgruppe Rhein-Sieg zum Nationalpark. Diese liegt nun mit der Pressemitteilung vom 18.9. des Vorsitzenden, Dr. Wolfgang Kemmer, vor, in der er den Wert des Siebengebirges betont, den Nationalparkprozess begrüßt und seine Fortsetzung unterstützt. Der BUND Rhein-Sieg-Kreis begrüßt diese öffentliche Positionierung zu Gunsten eines Nationalparks im Siebengebirge ausdrücklich, da damit die Kreisgruppen beider großen Naturschutzverbände an einem Strang ziehen.

Gleichwohl ist der BUND weniger bescheiden. Er bemüht sich, nicht nur von

den Nationalparkkriterien zu träumen, sondern daran zu arbeiten, diese mit Einfallsreichtum und neuen Lösungsideen auch wirklich zu erreichen.

Zugleich scheint die Kunstaktion des BUND am 13.9. in Königswinter auf Missverständnisse seitens des Landesbetriebes Wald und Holz gestoßen zu sein. Herr Schölmerich betont nun in der Presse den Wert der naturnahen Forstwirtschaft. Diese wurde vom BUND auch nicht bestritten. Zweifelsohne hat die Forstwirtschaft im Siebengebirge – nicht zuletzt wegen entsprechender Schutzgebietsvorgaben – im Verhältnis zu anderen Flächen gut gewirtschaftet. Diese gute Grundlage erlaubt es aber jetzt, einen nächsten Qualitätsschritt zu gehen und über einen Nationalpark noch mehr Natur zuzulassen. Statt wie jetzt nur bis zu zehn Biotopbäume pro Hektar dauerhaft zu erhalten, ist es im Nationalpark eben möglich, große Flächen von der Bewirtschaftung ganz frei zu stellen und den Biotopwert erheblich zu steigern. Dass dies naturschutzfachlich erstrebenswert ist, zeigen die schon im Siebengebirge kleinräumig bestehenden nutzungsfreien Naturwaldzellen sowie das Einschlagmoratorium des Landesumweltministeriums selbst. Es untersagte ausdrücklich die weitere Holznutzung bei den älteren Laubbäumen im Siebengebirge, um die Basis für einen Nationalpark zu sichern.

Pressemitteilung des BUND Rhein-Sieg-Kreis

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