ADFC und Stadt Bonn informieren Einzelhändler und Bauträger
Fahrradständer – gut für den Umsatz
5. Oktober 2009.
Parkplätze für Auto fahrende Kunden sind in den Städten der Region die Regel. Kundenparkplätze sind im gesamten Einzelhandel und der Stadtplanung eine Selbstverständlichkeit. Sind aber auch Fahrradabstellanlagen vor dem Geschäft oder dem Einkaufszentrum ein Weg, um den Umsatz zu steigern? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Seminar der Stadt Bonn und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Bonn/Rhein-Sieg am Dienstag, 6. Oktober, von 14 bis 17 Uhr in der Bonn-Information in der Windeckstraße.
Mit der Veranstaltung „Fahrradparken leicht gemacht” wollen ADFC und das Stadtplanungsamt der Stadt Bonn interessierten Einzelhändlern, Architekten, Planern und privaten Bauherren Hinweise und Empfehlungen geben, wie man sinnvolle Abstellanlagen für Radfahrer plant und baut. Dazu stellt der Stadt- und Raumplaner Wolfgang Bohle von der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) Hannover die bau- und planungsrechtlichen Anforderungen für Fahrradabstellanlagen vor, die für private Bauträger gelten. Merja Spott vom BUND Berlin erläutert Ergebnisse des mehrjährigen Projektes „Einkaufen mit dem Rad”. Aus dieser Studie ergibt sich zum Beispiel, dass Radfahrer pro Einkauf zwar etwas weniger Geld ausgeben als Autofahrer, dafür aber deutlich häufiger einkaufen und damit pro Person mehr Umsatz bringen als die motorisierte Kundschaft. Klaus Schmidt, Verkehrsplaner des ADFC, erläutert zudem die praktischen Anforderungen an Fahrradabstellanlagen, in denen Räder diebstahl- und standsicher und möglichst auch trocken abgestellt werden können.
„Leider sind in Bonn immer noch viel zu viele billige «Felgenkiller» als Abstellmöglichkeit zu finden, die nicht nur unpraktisch sind, sondern im Fall des Umkippens ein Fahrrad sogar beschädigen”, sagt Johannes Frech, Sprecher der Verkehrsplanungsgruppe des ADFC. „Oft sind gerade Geschäftsleute und private Bauherren nicht vertraut damit, was Radfahrer an guten Abstellanlagen schätzen. Dass zum Beispiel eine Abstellanlage so groß und standsicher sein muss, dass man ein Rad gut mit den Einkäufen beladen kann, liegt eigentlich auf der Hand, ist aber leider nicht die Regel. Wir hoffen, das Seminar kann hier Aufklärungsarbeit leisten.”
Das Seminar ist kostenlos und eine Idee des Arbeitskreises Infrastruktur des Runden Tisches Radverkehr der Stadt Bonn. Anmeldungen sind noch möglich per E-Mail an: info[at]adfc-bonn.de
Pressekontakt: Axel Mörer-Funk, Tel.: 0228/696 545, eMail: presse[at]adfc-bonn.de
