Wieder 60 Meldungen im Jahr 2009

Weißstörche im Rhein-Sieg-Kreis

12. Januar 2010.

Seit 2005 sammelt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, Sichtbeobachtungen von Weißstörchen aus der Bevölkerung. Nach und nach spricht sich herum, dass der BUND Rhein-Sieg-Kreis ein Weißstorchprojekt führt und so kamen auch im Jahr 2009 wieder fast 60 Hinweise auf Weißstörche bei den Naturschützern an, die sich für diese breite Unterstützung ganz herzlich bedanken!

Deutlich bleibt nach der Auswertung (Auf der Karte stellen die roten Punkte die Meldungen für 2009 dar, die grünen Punkte alle Meldungen von 2005 bis inkl. 2008) der neuen Daten für 2009 der Trend, dass die Tiere vor allem den Raum der Siegaue und der größeren Freiflächen im Umfeld der Aue für Ihre Nahrungssuche nutzen, so die Hangelarer Heide und das Pleisbachtal. Doch auch der Wert des Freiraum zwischen Niederkassel und Troisdorf wird deutlich.

Die Naturschützer im BUND, die auch einige Kunsthorste als Angebot für die Tiere errichtet haben, hoffen für das laufende Jahr nicht nur auf eine Brut dieser seltenen Vögel, sondern auch darauf, dass die deutliche Präsenz dieser besonderen Tiere im Kreisgebiet endlich auch politisch stärker wahrgenommen wird. Denn nach wie vor kommt es zu Flächenverlusten im Aktionsraum des Weißstorches, werden Bauflächen oder Straßen gerade dort geplant, wo die Tiere noch einen einigermaßen großzügigen oder ruhigen Nahrungsraum antreffen. Projekte wie die Ortsumgehungen in Troisdorf und Niederkassel, die geplante Wegeverbindung zur Niederpleiser Mühle über den Pleisbach, die bauliche Entwicklung in Hennef-Weldergoven und in Scheurenmühle oder das Gewerbegebiet Menden-Süd greifen immer wieder in den knappen Lebensraum ein. Gleichzeitig kommen große Schutzprojekte, so zum Beispiel der Bau des Retentionsraumes bei Siegburg-Kaldauen, trotz jahrelanger Planung nicht zum Abschluss, weil die Kommunen sich solchen Großprojekten verweigern.

Das Meldebuch des BUND steht unter der Adresse www.bund-rsk.de das ganze Jahr für Weißstorchhinweise zur Verfügung.

Foto: Horst Fest

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