14. Januar 2010.

Die Wahl des FDP-Stadtverordneten Werner Hümmerich, zum Vorsitzenden des SWB-Aufsichtsrates Energie und Wasser, wird vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bonn kritisch bewertet: „Mit Werner Hümmrich steht nun erstmals ein FDP-Mann an der Spitze eines Aufsichtsrates der Stadtwerke in Bonn und damit der Vertreter einer Partei, die in der Vergangenheit eher durch die Doktrin ‚Privat vor Staat‘ aufgefallen ist,“ so Ingo Degenhardt, Leiter der Bonner Geschäftsstelle in der DGB-Region Köln-Bonn.

Degenhardt erinnert daran, dass 2007 die schwarz/gelbe Landesregierung eine Änderung der Gemeindeordnung gegen erhebliche Proteste durchgesetzt hat, die dazu führte, dass kommunale Betriebe in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, zu Gunsten der Privatwirtschaft, behindert werden.

Degenhardt: „Herr Hümmrich wird sein Parteibuch ja nicht jedes Mal an der Haustüre abgeben. Prinzipiell hoffe ich aber, dass unter den neuen Mehrheitsverhältnissen im Rat und in den Aufsichtsräten auch weiterhin eine verantwortungsvolle Geschäftspolitik gemacht wird.“ Für Degenhardt zählen hierzu vor allem die Stärkung der kommunalen Unternehmen als Garant der öffentlichen Daseinsvorsorge, Verbraucherfreundlichkeit und Kundenorientierung. Zudem sei es notwendig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Betriebe stets im Blick haben.

Degenhardt kündigte an, die künftigen Entscheidungen der Stadtwerkeaufsichtsräte konstruktiv kritisch zu begleiten.

Foto: Joker

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