Kühn-Vorstoß löst beim DGB Unverständnis und Besorgnis aus

25. Januar 2010.

Die Nachricht, dass Rhein-Sieg Landrat Frithjof Kühn (CDU) zum Ende des Jahres die Mitgliedschaft im kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV) gekündigt hat, ist beim DGB auf Unverständnis gestoßen.
Hier spricht man von „einem Vorgang mit weit reichenden negativen Folgen für Beschäftigte, Tariflandschaft sowie Gesellschaft” und von „einem Vertrauensbruch zwischen Verwaltungschef und den Mitarbeitern”.

„Die anscheinend völlig unabgestimmte und bisher interne Vorgehensweise von Herrn Kühn hat mich überraschend betroffen, ich bin sehr besorgt”, so Ingo Degenhardt von der DGB-Region Köln-Bonn in einer ersten Stellungnahme.
Die Tarifsicherheit ist für den Deutschen Gewerkschaftsbund ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Der Austritt des Rhein-Sieg-Kreises aus der Solidargemeinschaft löst zu Recht Unmut aus.

Kritisch und ausführlich will der DGB den Vorstoß des Landrates, zu dem es wohl keinerlei „Schützenhilfe” aus anderen Gebietskörperschaften im Regierungsbezirk Köln gab, diskutieren und bewertet das Vorgehen Kühns als schlechten politischen Stil.

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