Klimagerechtigkeit Jetzt!

Proteste bei den UN-Klima-Zwischenverhandlungen in Bonn 31.5.-11.6.2010

29. Januar 2010.

Der Kollaps des Klimagipfels in Kopenhagen Ende Dezember hat allzu deutlich gezeigt, dass von den Regierenden – insbesondere im Norden kein globales Klimaabkommenzu erwarten ist, das den Lebensinteressen der Weltbevölkerungsmehrheit entspricht. Insofern ist kein Ergebnis auch ein Ergebnis. Denn selbst wenn, es mit dem, was auf dem Tisch lag, doch noch gelungen wäre ein Abkommen zusammen zu zimmern, ein effektiver und gerechter Vertrag wäre nicht dabei herausgekommen. Daher ist es spätestens jetzt an der Zeit, die Auseinandersetzung für Klimagerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen!

Dabei können wir an die Proteste derjenigen anknüpfen, die in Kopenhagen bei zahlreichen vielfältigen Aktionen für Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen sind.

Und in der Abschlusserklärung des alternativen Klimaforums, das von mehreren zehntausend Aktiven besucht wurde heißt es:

„No false, dangerous, or short-term solutions should be promoted and adopted,such as nuclear power, agro-fuels, offsetting, carbon capture and storage (CCS), biochar, geo-engineering, and carbon trading. Instead, we should implement a truly sustainable transition built on clean, safe, and renewable resources as well as energy onservation. We welcome alliances across social movements and sectors, representing all ages, genders, ethnicities, faiths, communities, and nationalities. We want to take the future into our own hands by building a strong and popular movement of youth, women, men, workers, peasants, fisher folks, indigenous peoples, people of colour, and urban and rural social groups; a movement that is able to act at all levels of society to deal with environmental degradation and climate change.“

Es gibt also viel zu tun!

Da trifft es sich gut, dass vom 31.5.-11.6. in Bonn die Klima-Zwischenverhandlungen stattfinden – genau in der Halbzeit bis zum nächsten Gipfel im November in Mexiko. Für vielfältige Aktionen pro Klimagerechtigkeit ist NRW außerdem kein schlechtes Pflaster: In NRW werden 48 Prozent aller C02-Emisionen der Bundesrepublik roduziert und die Landesregierung tut alles dafür, dass es so bleibt, bzw. mit ihrer Unterstützung des Neubaus von neuen  Kohlekraftwerken noch mehr wird.

Bei dem zweiten Vorbereitungstreffen geht es nun darum zu schauen, wie Aktionen für effektiven und gerechten Klimaschutz, d.h. Klimagerechtigkeit, aussehen können. (Welche Optionen gibt es für ein Camp, für Alternativ-Veranstaltungen und Aktionen?)

2. Vorbereitungstreffen: Klimagerechtigkeit Jetzt! – Proteste bei den UN-Zwischenverhandlungen in Bonn
Freitag, 5.2.2010, 18 Uhr, DGB Haus, Endenicherstr. 127

Schlagworte: , , ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter