S 13 – VCD fordert rasches Umdenken

Zwei-System-Stadtbahn ist die einzige Alternative

1. Februar 2010.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert angesichts des voraussichtlichen Aus der S 13 ein rasches Umdenken bei den verantwortlichen Politikern und den Gebietskörperschaften. „Das Projekt ist ein Fass ohne Boden. 450 Millionen EUR und die bereits verausgabten Planungskosten in Höhe von 50 Millionen EUR sind der reinste Wahnsinn,” so der Kommentar des VCD-Kreisvorsitzenden Rainer Bohnet.

Die einzige ernsthafte Alternative zur S 13 ist für den VCD eine Zwei-System-Stadtbahn nach Karlsruher Modell. Sie kann vom Flughafen kommend auf direktem Wege in die Bonner City und zum Bundesviertel geführt werden. Bohnet: „Die Kennedybrücke wird nach Abschluss der Sanierung und Verbreiterung statisch für die Zwei-System-Stadtbahnen
hergerichtet sein.”

Das Problem des dringend notwendigen Lärmschutzes entlang der Rechten Rheinstrecke zwischen Beuel und  Oberkassel muss laut VCD rasch angegangen werden. Dazu bietet sich es sich an, analog zum Bau und zur Finanzierung von Schallschutzwänden an der Linken Rheinstrecke in Tannenbusch, Bad Godesberg und Mehlem ein ensprechendes Finanzierungsprogramm des Bundesverkehrsministerriums anzuzapfen. „Es bedarf dazu ein gemeinsames Vorgehen der Kommunalpolitik gegenüber dem Land NRW und der Bundesregierung,” so Bohnet.

Als kurzfristige Maßnahme fordert der VCD, den Takt des Regionalexpresses RE 8 von 60 Minuten auf 30 Minuten zu verdichten, um die bestehende Direktverbindung von Oberkassel und Beuel zum Flughafen Köln/Bonn aufzuwerten.

An Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch richtet der VCD die dringende Bitte, die von ihm versprochene Projektgruppe zum Schienenverkehr möglichst bald zu installieren.

„Für uns ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Darüber hinaus ist die Zwei-System-Stadtbahn erheblich preisgünstiger als die konventionelle S 13 und im Gegensatz zur bestehenden Planung kann das Bundesviertel mit der „Besseren S 13″ in absehbarer Zeit eine umsteigefreie Schienenverbindung zum Flughafen erhalten,” sagt Bohnet.

Foto: Joker

  1. m3t4b0m4n sagt am 2. Februar 2010:

    Muss man einen oder mehrere Artikel gelesen haben, um zu verstehen, was der Mann will? Zum Flughafen? Nimmt man am besten den Flughafenbus, dauert 20 Min. Und man braucht dafür auch keine Schallschutzmauer, sondern nur einen Fahrschein.

  2. Rainer Bohnet sagt am 3. Februar 2010:

    Dieses Projekt wird seit über 10 Jahren geplant. Es geht um eine Schienenverbindung von Bonn zum Flughafen. Die Priorität der Stadt Bonn und der Kommunalpolitik liegt eindeutig in der schienenmäßigen Anbindung des Bundesviertels an eine direkte, umsteigefreie Bahnverbindung zum Flughafen. Und dieses Ziel ist in absehbarer Zeit und mit vertretbarem Finanzaufwand nur durch die “Bessere S 13″ zu realisieren. Der Flughafenbus ist übrigens keine Alternative zu einer attraktiven Schienenverbindung.

    Der Schallschutz an der Rechten Rheinstrecke kann und muss durch ein spezielles Programm des Bundesverkehrsministeriums finanziert werden.

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