Naturschutzverbände reichen Beschwerde ein

Schutz für Wechselkröten im Bebauungsplanverfahren Roisdorf

6. Februar 2010.

Die drei gesetzlich anerkannten Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU haben jetzt eine umfassende Beschwerdeschrift an die Bezirksregierung Köln geschickt. Die Verbände vermissen eine ausreichende Beachtung des Artenschutzrechtes im Falle des Bebauungsplanes 18.1. in Roisdorf. Strittig sei dabei nicht, dass mittelfristig unter bestimmten Voraussetzungen Baurecht im überwiegenden Bereich des Bebauungsplanngebietes erwirkt werden könne, sondern die Art und Weise, wie mit der Wechselkröte in der Planung selbst umgegangen werde.

So sei der Biotopverbundes zwischen den Teilpopulationen unzureichend abgesichert und der dafür reservierte Korridor zu schmal und nicht ausreichend gestaltet. Gleichzeitig wirke das Baugebiet selbst als Massenfalle für Amphibien, wenn Regelungen zur Straßen- und Grüngestaltung, die Ausformung von Gullis und Bordsteinen fehlten, die dauerhaft eine amphibienfreundliche Passage erlauben müssten. Anderenfalls versäume es die Stadt, dem Tötungsverbot des Bundesnaturschutzgesetzes ausreichend nachzukommen.

Gleichzeitig fordern die drei Verbände den Bürgermeister der Stadt Bornheim, Herrn Wolfgang Henseler, auf, von einem Beschluss des Bebauungsplanes am 4.2.2010 im Rat abzusehen, anderenfalls würden Sie den Beschluss der Kommunalaufsicht zur Beanstandung vorlegen, da zum jetzigen Zeitpunkt weder die formalen noch die materiellen Voraussetzungen für den von der Stadt erhofften Planinhalt, nämlich eine Bebauung, gegeben seien.

Die Verbände hatten bereits im Vorfeld ein umfangreiche Stellungnahme zu den Artenschutzgutachten der Stadt und des Kreises vorgelegt und darin wertvolle Planungshinweise gegeben.

Foto: Achim Baumgartner

Schlagworte: , , , , ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter