29. März 2010.

Der Frühling ist mit Macht gekommen und auch die ersten Weiß- und Schwarzstörche sind wieder zurück im Rhein-Sieg-Kreis: Erste Beobachtungen für das Jahr 2010 gelangen am 18.3. für die Weißstorch in der Siegaue bei Siegburg und für den Schwarzstorch am 21.3. in Königswinter-Gatzfeld.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sammelt seit Jahren Beobachtungsmeldungen der Störche im Kreisgebiet. 2009 wurden ca. 60 Mal Weißstörche und 5 Mal Schwarzstörche gesehen und die Daten in das Internet-Meldebuch des Naturschutzverbandes eingetragen oder telefonisch durchgegeben. “Die Daten sind sehr wertvoll, um den Schutz dieser beiden Arten konkret verbessern zu können. Wir sind daher weiterhin für alle Hinweise sehr dankbar!” so der Sprecher der Kreisgruppe, Achim Baumgartner.

Wer 2010 Störche sichtet, ist daher einmal mehr herzlich aufgerufen, seine Beobachtung an den BUND weiter zu geben. Dazu stehen das Meldebuch auf der Homepage www.bund-rsk.de oder das Telefon: 02243-81975 (Angelika Bornstein) und 02241-2007566 (Achim Baumgartner) zur Verfügung.

Der BUND betreut zur Zeit neun Kunsthorste für den Weißstorch im Kreisgebiet, eine Brut findet dort aber noch nicht statt. Er setzt sich für die Nachrüstung bzw. den Umbau von Hoch- und Mittelspannungsleitungen ein, um sie für die Großvögel sicherer zu machen und er arbeitet daran, die Nahrungssituation für die Störche insgesamt zu verbessern. Im Naafbachtal konnte mit Hilfe der HIT Umwelt- und Naturschutzstiftung 2009 ein neues Gewässer angelegt und ein Bachabschnitt aufgewertet werden.

An mehreren Stellen informiert der BUND über Faltblätter, die in wetterfesten Boxen in der Nähe der Kunsthorste angeboten werden, über die Weißstörche im Rhein-Sieg-Kreis und wie man diese schönen Vögel mit richtigem Verhalten in der Landschaft unterstützen kann. Besonders problematisch sind die zahlreichen, frei laufende Hunde auf den Siegwiesen, da sie die Störche und viele andere Tiere immer wieder vertreiben. Faltblätter und Boxen wurden von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE) mit finanziert.

Foto: Achim Baumgartner

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