Die Welle kommt ins Rollen
Aktion für Klimaverantwortung und Klimagerechtigkeit
11. April 2010.
Mit kreativen und friedlichen Protestideen verdeutlichten am Samstag dem 10. April zahlreiche Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten des Bündnisses Klimawelle- Aktion für Klimaverantwortung und Klimagerechtigkeit die Notwendigkeit eines gerechten, verantwortungsvollen und effektiven Klimaschutzes. So nahmen etwa zahlreiche selbstgebastelte und fantasievolle Großpuppen die Zuschauer in einem Straßentheaterstück mit auf eine Reise rund um die Welt. Verschiedene Figuren, darunter ein indischer Kleinbauer, ein Fisch und ein Eisbär, verdeutlichten dem Deutschen Michel die Folgen des rücksichtslosen Umgangs mit der Umwelt und den globalen Ressourcen: Wenn die Menschen nicht entschlossen handeln, droht die Zerstörung der eigenen Lebensräume und Lebensgrundlage.
Die Aktion der Klimawelle fand im Rahmen eines Treffens von Delegierten der Vereinten Nationen (UN) im Bonner Maritim im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz in Mexiko-Stadt statt (9. November bis 10. Dezember 2010). Die deutsche Bundesregierung richtet dazu vom 29. Mai bis 11. Juni 2010 in Bonn eine vorbereitende UN-Konferenz aus. Viele Einzelpersonen und Gruppen aus der Zivilgesellschaft zeigen sich jedoch nach den kaum wahrnehmbaren Ergebnissen des Kopenhagen-Gipfels im Dezember 2009 enttäuscht und lehnen die im Rahmen der UN-Konferenzen verhandelten Lösungsvorschläge zu den drängenden Fragen zu der globalen Umweltpolitik ab. Diese seien häufig einseitig im Interesse der Industrienationen und berücksichtigten nicht die Positionen der ärmeren Länder des Südens.
Die Gruppen, die sich zur Klimawelle zusammengeschlossen haben, fordern stattdessen Veränderungen, die über reine Lippenbekenntnisse hinausgehen. Dazu gehört der vollständige Verzicht auf fossile Brennstoffe innerhalb der nächsten 30 Jahre und ein System, das die langjährigen Klimaschulden der Industrieländer gegenüber den vom Klimawandel betroffenen Ländern und Gruppen adäquat auffängt. Abgelehnt werden Lösungskonzepte, die auf markbasierten Modellen und nicht nachhaltigen Technologien, wie Kernkraft und Agrosprit, beruhen.
Zu den Initiatoren des Bündnisses gehören Aktionsbündnis Gerechter Welthandel, ASJ Bonn, Attac EKU, Attac Köln, Bahntrampen, Bildungsstreik-Bonn, BUND, Greenpeace Bonn, OLB-Bonn, RobinWood, sowie zahlreiche Einzelpersonen. Das Bündnis Klimawelle plant weiterhin neben anderen Aktionen ein Klimaforum als zivilgesellschaftlicher Alternativgipfel am 03. und 04. Juni 2010, sowie eine zentrale Demonstration am 05. Juni 2010 in Bonn.
Kontakt/Infos: www.klimawelle.de

Die Klimawelle ist doch gerade am Abebben, habt Ihr das noch nicht bemerkt?