Bündnis Klimawelle
Demonstration für Klimagerechtigkeit
6. Juni 2010.
Am Samstag den 5. Juni um 5 vor 12 stoppten sie einen „Kohletransport” auf einem Tieflader direkt vor dem Hotel Maritim, in dem die Klimaverhandlungen stattfinden. Der Transporter, in dessen Führerhaus Klimaschützer mit Masken von Angela Merkel und Jürgen Rüttgers saßen, wurde von einer bunten Sitzblockade gestoppt und musste schließlich umdrehen.
Anschließend demonstrierten 1.500 für Klimagerechtigkeit und ein Abkommen, das diesen Namen auch verdient.
Bilder zur Demonstration:
Die Kritik der Demonstranten richtete sich vor allem an die Industrieländer. Erneut kommen die Klimaverhandlungen nicht voran. Es gehe um zusätzliche Gelder für die ärmsten Länder. Dies soll aber so frei mit bereits zugesagten Entwicklungsgeldern verrechnet werden können, dass unterm Strich wenig für die Entwicklungsländer herauskommt. Bei der Verhandlung über Emissionen aus Land- und Forstwirtschaft torpedieren die Industrieländer konsequente Lösungen, um keine Veränderungen in Angriff nehmen zu müssen.
„Was in Bonn passiert,setzt auf das Scheitern von Kopenhagen noch einen drauf. So kann es keinen wirksamen Klimaschutz und keinen gerechten Umgang mit dem Klimawandel geben”, so Klimawellesprecherin Kathrin Henneberger.
Zahlreiche Menschen haben sich in der vergangenen Woche an Protesten für Klimagerechtigkeit beteiligt. Neben einem Klimacamp fanden zahlreiche Aktionen statt, unter anderem eine Fahrraddemonstration, an der mehr als 400 Menschen teilnahmen.
Im Anschluss an die Demonstration blockierten 200 Aktivistinnen und Aktivisten unter dem Motto: „Bohröcher zumachen” effektiv eine Tankstelle in der Bonner Innenstadt.„Wir fordern die Abkehr von einem Wirtschaftssystem, das auf fossilen Rohstoffen basiert und die Atmosphäre vergiftet. Denn Fossilistischer Kapitalismus zerstört nicht nur die Erdatmosphäre und die Weltmeere. Er verhindert auch gerechte und lebenswerte Verhältnisse auf der Erde”, so Klimawelle-Sprecher Hendrik Sander.
Das Bündnis Klimawelle setzt sich für ein ganz anderes Klimaabkommen ein, das berücksichtigt, dass die westlichen Industrieländer die primäre Verantwortung für die letzten 200 Jahre menschengemachten Klimawandel tragen.
Bilder zur Tankstellenaktion:
Foto: Sami Atwa

Das Klimathema ist nicht mehr so hochgehängt wie noch vor ein paar Monaten. IPCC-Irrtümer, neueste Messergebnisse, Wirtschaftskrise und der kalte Winter lassen andere Dinge wichtiger erscheinen. Erneuerbare Energien bleiben wichtig, aber unsinnige Verbote müssen gestoppt werden.
Vor 20 Jahren waren die westlichen Industrieländer noch schuld, dass die Dritte Welt am Wohlstand nicht teilhat. Kaum tut sie es zumindest teilweise, sind die westlichen Industrieländer schuld, dass der Wohlstand nicht nachhaltig ist.
Diese Selbstgeißelung ist gefährlich. Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Afrika arm ist und auch nicht dafür, dass die Ressourcen knapp werden. Ich beteilige mich an Zukunftstechnologien, aber ich werde keine angeblichen “Schulden für die böse Vergangenheit des Westens” abzahlen. Ohne die Zivilisation säßen wir alle noch auf den Bäumen.
Wann kommt eigentlich die Schweinegrippengerechtigkeit?
och, Frostbeule, Nachdenker, Nachtwandler……weitere Nicknames vermutlich in Vorbereitung. Gähn.
Wenn alle diese Nicknamen derselbe sein sollen, sieht man mal wie sehr das Thema heute noch zieht…