DGB-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg gegründet

Ingo Degenhardt übernimmt den Vorsitz

27. Juli 2010.

In der DGB-Region Köln-Bonn fand am 13. Juli erstmals für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis die Wahl eines gemeinsamen ehrenamtlichen DGB-Vorstands und eines Vorsitzendens statt.

In der Gründungsversammlung wählten die Delegierten Ingo Degenhardt einstimmig zum ersten ehrenamtlichen Vorsitzenden der Region. Degenhardt, der bis Oktober 2009 von Bonn aus bereits die regionalen Geschicke des Deutschen Gewerkschaftsbundes als Regionsvorsitzender geleitet hatte, zeigte sich nach der Wahl zufrieden über das Wahlergebnis. Er versprach den Delegierten sich auch künftig mit hohem persönlichem Engagement für die Arbeitnehmerinteressen in der Region einzusetzen.

Hauptamtlich arbeitet der Gewerkschafter als Leiter der Bonner DGB-Geschäftsstelle. Neben der Mitgliedschaft in vielen Gremien und Netzwerken, der repräsentativen Aufgabenwahrnehmung ist Ingo Degenhardt zuständig für den gesamten Bereich der Arbeitsmarktpolitik in der DGB-Region Köln-Bonn. Degenhardt: „ Aktuell beschäftigt uns die Situation und die künftige Betreuung der Langzeitarbeitslosen. Bedingt durch die Neuausrichtung des Hartz IV-Systems wird es Veränderungen in den ARGEN geben. Wir brauchen in Bonn/Rhein-Sieg auch zukünftig die Betreuung sowie die aktive und passive Leistungserbringung aus einer Hand. Die Förderung von Erwerbslosen muss stärker in den Focus rücken, auch vor dem Hintergrund von Demographie und Facharbeitermangel. In beiden Gebietskörperschaften muss es auch zukünftig eine einheitliche Lösung geben und die beinhaltet ein konstruktives Zusammenarbeiten von Kommune und Agentur für Arbeit.“

Hierzu hat die DGB-Region eine entsprechende Positionierung an alle Stadtrats- und Kreistagsfraktionen versandt.

Inhaltlich hatten sich auch die Delegierten mit dieser Thematik befasst. In seiner ersten öffentlichen Äußerung unterstützt und verstärkt der neue DGB-Vorstand die Position der Region für das Modell des optimierten Jobcenters als künftige gemeinsame Einrichtung und warnt eindringlich vor einer weiteren Zersplitterung der Arbeitsmarktlandschaft. Aus Sicht der Gewerkschafter müssen alle Menschen im Fall von Arbeitslosigkeit den gleichen Zugang zur Unterstützung und Förderung bekommen.

Die ersten Glückwünsche nahmen Degenhardt und sein Vorstand vom DGB-Regionsvorsitzenden Andreas Kossiski entgegen. Er freute sich sehr, dass es nun neben Leverkusen, dem Erftkreis und Köln einen weiteren Kreisverband gibt. Kossiski: „Unsere Region ist seit der Fusion gut zusammengewachsen. Mit dieser Wahl erhält der DGB in der Stadt Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis eine für die öffentliche Wahrnehmung wichtige und notwendige Aufwertung.

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