30. Treffen alternativer Nobelpreisträger in Bonn
kursWECHSELN
1. September 2010.
Der „Right Livelihood Award” (Preis für die richtige Lebensweise) wurde im Jahr 1980 gegründet, um diejenigen zu ehren, die theoretische sowie praktische Antworten auf die dringlichsten Herausforderungen der Menschheit bieten. Diesen Preis, der mittlerweile auf der ganzen Welt als „Alternativer Nobelpreis” bekannt ist, tragen inzwischen 137 Persönlichkeiten aus 58 Ländern. Diese Auszeichnung ist unter anderem als eine Ehrung für den besonderen persönlichen Einsatz und die Courage für gesellschaftliche Veränderung anzusehen. Neben der finanziellen Unterstützung wird den EmpfängerInnen die Möglichkeit gegeben, sich auf internationalen Ebene Verhör zu verschaffen und die eigenen Anliegen ins Augenmerk der Diskussion zu rücken. In vielen Fällen hat der Preis seinen EmpfängerInnen einen entscheidenden Schutz gegen Repression gegeben. Die Auszeichnung kann dabei viele Türen, auch Gefängnistüren, öffnen.
Mehr als 80 PreisträgerInnen werden auf dem Kongress „kursWECHSELN” für das 30. Jubiläum des alternativen Nobelpreis vom 14.-19. September in Bonn erwartet. Diese werden als u.a. als VordenkerInnen für eine „andere Zukunft” sowie InspiratorInnen für maßgebliche soziale Bewegungen in den letzten drei Jahrzehnten angesehen. Die Right Livelihood Award Stiftung und die Stadt Bonn sind die Veranstalterinnen dieses Kongresses.
Auf dieser Konferenz haben es sich die PreisträgerInnen zum Ziel gesetzt, grundlegende Perspektiven und Herangehensweisen für eine nachhaltige und sozial gerechte Zukunft zu entwickeln. Es soll in diesem Zusammenhang der Kontakt zu den BürgerInnen hergestellt werden um auf gemeinsamer Basis miteinander zu diskutieren und zu arbeiten. So wird für viele verschiedenen AkteurInnen der Zivilgesellschaft (Schulen, Stiftungen, Universitäten, Unternehmen ,politische Einrichtungen) die eine Partizipationsbasis gegeben, in den Arbeitsprozess einzutauchen, mitzureden und diesen zu mitzugestalten.
Einen besonderen Moment wird die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Jakob von Uexküll bilden. Nachdem Uexkülls Vorschlag einer Nobelpreiskategorie „Ökologie und Entwicklung” vom Nobelpreiskomitee abgelehnt wurde, rief dieser schließlich den „Alternativen Nobelpreis” im Jahre ins Leben.
Weitere Infos: www.kurswechseln.de/_konferenzprogramm.html
