Diskussionsveranstaltung:
Dilemma des Völkerrechts – Pro und Contra militärische und humanitäre Interventionen
14. Januar 2011.
Das Internationale Konversationszentrum Bonn (BICC) und die Zeitschrift Wissenschaft und Frieden (W&F) laden am 28. Januar um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Pro und Contra militärischer und humanitärer Interventionen ins BICC ein.
Die Veranstaltung verspricht hoch interessant zu werden, denn am gleichen Tag wird vermutlich der Bundestag über die Mandatsverlängerung zum Einsatz in Afghanistan abstimmen. Für brandaktuellen Diskussionsstoff ist also gesorgt, mit sicherlich ausgewogeneren und tiefgründigeren Einblicken als im Bundestag möglich ist.
Die Gäste sind Dr. Hans-Joachim Heinze, Hochschuldozent für Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Norman Paech, Professor im Ruhestand für Staats- und Völkerecht an der Universität Hamburg und ehemaliger außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Sie werden das Pro und Contra militärischer und humanitärer Interventionen aus politischer und völkerrechtlicher Sicht diskutieren.
Interventionen unterschiedlicher Art spielen eine immer größere Rolle in den internationalen Beziehungen. Begründet werden sie im Regelfalle mit humanitären Anliegen: dem Schutz der Menschenrechte, der Hilfe in Notsituationen, der Verhinderung oder Beendigung von Kriegen, dem Aufbau leistungsfähiger staatlicher Institutionen oder der Einführung beziehungsweise Stärkung der Demokratie.
Auch militärische Interventionen, zumeist mit (gelegentlich aber auch ohne) Mandat des UN Sicherheitsrates, haben in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zugenommen. Hat diese Tendenz bereits zu machtpolitisch orientierten ungerechtfertigen Eingriffen in die Souveränität von Staaten geführt oder ist die internationale Gemeinschaft angesichts von Krisen und Konflikten in der Welt aufgerufen, auf der Grundlage ihrer Schutzverantwortung zur Durchsetzung des Völkerrechts zu intervenieren?
Auf diese und ähnliche Fragen verspricht die Podiumsdiskussion antworten zu geben.
Freitag, 28. Januar 2011, 18 – 20 Uhr, BICC, Pfarrer-Byns-Straße 1, Bonn
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.bicc.de/uploads/pdf/events/2011/Einladung_WuF_BICC_28.01.2011.pdf
Rückfragen: Susanne Heinke, Pressesprecherin des BICC, Tel.: 0228/911 96-44, email: pr(at)bicc.de
Foto: Timo Vogt/est&ost/JOKER

Pro und Contra wen oder was, nicht wem oder was – bitte also auch den Akkusativ benutzen. Also: “Pro und Contra militärische und wirtschaftliche Interventionen”.
Akkusativ sei Dank für den Hinweis. Leider wird mit den Kasus auch von professionellen Schreibern sehr leichtfertig umgegangen. Es darf doch nicht (in Anlehnung an ein bekanntes Buch) heißen: “Der Dativ ist dem Akkusativ sein Tod”.