28. Februar 2011.

Weit über 250 Bonnerinnen und Bonner haben heute mit einer Menschenkette für den Atomausstieg demonstriert. Mit der Aktion warben die Atomkraftgegner für die Beteiligung an der für den 12. März geplanten bundesweiten Menschenkette zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und Stuttgart. Zu der rund 45 Kilometer langen Anti-Atom-Kette in Baden-Württemberg werden zehntausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. Die heutige Aktion in Bonn wurde von AntiAtomBonn und Greenpeace Bonn organisiert und war Teil eines bundesweiten Aktionstags in über 40 Städten.

Entsprechend dem Motto der Kampagne „Atomausstieg in die Hand nehmen“, reichten sich um 12:30 Uhr  Bonnerinnen und Bonner aller Altersstufen, Familien mit Kindern, Schüler, Studenten und Rentner, die Hand und forderten lautstark den Atomausstieg. Die Bonner Menschenkette startete an der Attrappe eines Atomkraftwerks auf dem Bottlerplatz. Sie reichte quer über den Platz bis zum Friedensplatz und zurück und endete an einem Ortsschild von Stuttgart. An den Informationsständen gab es Tickets für den Sonderzug und die Busse nach Stuttgart, Informationen zum Stromanbieterwechsel und leckere Mini-AKWs zum Aufessen. Beim Dosenwerfen konnten auch die Jüngsten schon einmal probieren, ein AKW eigenhändig abzuschalten.

Greenpeace Bonn unterstützte die Aktion und sammelte Unterschriften für die Umstellung des Stroms der Deutschen Bahn auf Ökostrom bis 2030. Als größtes staatliches Unternehmen sollte die Deutsche Bahn AG eine ökologische Vorbildfunktion einnehmen. Zurzeit bezieht die DB einen großen Teil ihres Stroms vom Uraltreaktor Neckarwestheim.

Am 12. März will ein breites Bündnis von Organisationen gegen die Atompolitik der Bundesregierung protestieren, die von der baden-württembergischen Landesregierung unter Ministerpräsident Mappus massiv unterstützt wurde. Von einer künftigen Landesregierung wird verlangt, den Stromkonzern EnBW mit den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen zur Abschaltung seiner Atommeiler zu zwingen.

„Zehntausende Bürger werden sich am 12. März die Hand zum Protest gegen den schwarz-gelben Atom-Deal reichen. Baden-Württemberg kommt für die künftige Atompolitik in Deutschland eine Schlüsselrolle zu. Eine neue Landesregierung kann als oberste Atomaufsichtsbehörde und Miteigentümerin des Betreiberkonzerns EnBW über den Weiterbetrieb der vier baden-württembergischen AKW entscheiden“, sagte Tim Petzold von AntiAtomBonn. „Kein Atomkraftwerk erfüllt die heutigen Sicherheitsstandards von Wissenschaft und Technik. Deshalb fordern wir die künftige Landesregierung in Baden-Württemberg auf, mit gutem Beispiel voranzugehen, die bereits geltenden Sicherheitsauflagen durchzusetzen und für die Abschaltung der maroden Atommeiler zu sorgen.“

Weitere Informationen zur großen Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart am 12. März finden Sie hier: www.anti-atom-kette.de

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Foto: AntiAtomGruppe Bonn

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