Fahrraddemo fordert wirksamen Klimaschutz

Radfahrer schlagen Klimaalarm

26. September 2011.

Im Rahmen des globalen Klimaaktionstages des „Netzwerkes 350.org“ fanden sich am vergangenen Samstag, dem 24. September, über hundert Radfahrer zu einer Fahrraddemo zusammen. Zum Auftakt steckten rund zwei Dutzend Teilnehmer ihre Köpfe durch eine blaue Plane. Mit dieser Aktion verdeutlichte die Greenpeace Jugend Bonn (JAG), dass der Menschheit hinsichtlich des Klimawandels das Wasser bis zum Hals stehe. „Zu lange haben unsere Entscheidungsträger geleugnet, verzögert, Kompromisse geschlossen und klein bei gegeben.“, kommentierte Marco Penz vom AStA Referat für Ökologie. „Diese Ära muss beendet werden: Es ist an der Zeit, im Kampf gegen die Klimakrise voranzukommen.“

Anschließend brachen die Protestierenden laut klingelnd zu ihrer Rund elf Kilometer langen Tour quer durch Bonn auf. Eine erste Zwischenkundgebung fand am Beueler Rheinufer, unterhalb der Solaranlage an der Kennedybrücke, statt. Die Radfahrer formierten sich zu einem großen Windrad und forderten eine schnelle Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien. Von dort aus radelte der bunte Zug zum Friedensplatz, wo Jannika Röminger von der attac-Bankenkampagne die Anwesenden dazu aufrief, zu einer Bank zu wechseln, die nach klaren ökologischen und sozialen Richtlinien investiert.

Im weiteren Verlauf stoppte der Fahrradkorso bei dem Mercedeshändler auf der Bornheimer Straße. Mercedes hatte auch zu einem Aktionstag eingeladen. Diese Einladung nahmen die RadfahrerInnen zum Anlass, deutlich Position für den Vorzug des Fahrradverkehrs zu beziehen. „Radfahrer sind keine Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse.“, stellte Simon Brücken, Mitorganisator der Demo klar. „Wir werden uns nicht weiter an den Rand drängen lassen, weil Radfahrer insbesondere in Städten massig Probleme lösen!“ Unterstützt durch einen Klimaalarm mit lauten Sirenengeheul forderte Tim Petzold von Greenpeace Bonn den Autokonzern VW (nur 3 m weiter als der Mercdeshändler) auf, die Lobbyarbeit gegen Klimaschutzgesetzte zu unterlassen und endlich sparsame Autos zu bauen und sich für den Schutz des Klimas einzusetzen.

Gegen 15 Uhr trafen der Demonstrationszug gut gelaunt auf dem Gut Ostler in Bonn-Messdorf ein. Dort verlas Laurin Berger ein Grußwort des südafrikanischen Menschenrechtsaktivisten Reason T. Machengere. Machengere wies darin auf den unzureichenden Zugang zu Informationen der Süd Afrikanischen Bevölkerung zum Klimawandel und insbesondere auf ein Unterbewusstsein,  über Möglichkeiten der Beteiligung an der diesjährigen Weltklimakonferenz in Durban, hin. Seine Kampagne fordert deshalb mehr Partizipation an derart wichtigen Entscheidungsprozessen, aber auch konkrete Schritte für ein verbindliches Klimaschutzabkommen. Danach gab es noch einen kurzen Beitrag zum Thema Urbane Landwirtschaft vom Leiter des Gutes Dr. Martin Baumgarten. Die Radfahrer schlossen ihre Demonstration mit der direkten Unterstützung regionaler, biologischer Landwirtschaft ab und genossen das kulinarische Angebot des Herbstfestes des Guts Ostler.


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Foto: Pia Schankweiler

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