Abriss der Beethovenhalle kommt nicht mehr in Betracht

ProBeethovenhalle begrüßt Entscheidung des Bonner Stadtrats

28. November 2011.

Der Verein ProBeethovenhalle begrüßt die Entscheidung des Bonner Stadtrats vom 24. November 2011: Mit großer Mehrheit beschlossen die Ratsmitglieder, dass ein Abriss der denkmalgeschützten Beethovenhalle für die Realisierung eines Festspielhausneubaus nicht mehr in Betracht kommt. Das neue Konzerthaus soll nun in der Rheinaue gebaut werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Deutsche Post AG als verbleibender Hauptsponsor dem neuen, von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Standort zustimmt und bis zum 30. Juni 2012 Klarheit darüber besteht, wie die Investitions- und Betriebskosten des geplanten Gebäudes „verbindlich und auskömmlich finanziert werden können“.
Weiterhin beauftragte der Rat die Verwaltung, Sanierungskosten für einen Betrieb der Beethovenhalle als Mehrzweckhalle und als hochwertigen Konzertsaal zu ermitteln. ProBeethovenhalle freut sich darüber, dass mit dieser Weisung die Perspektive für den Ausbau des Standortes Beethovenhalle zu einem Musikzentrum mit gesteigerter Ausstrahlungskraft offen bleibt und fordert Rat und Verwaltung dazu auf, nun zeitnah die Weichen für eine denkmalgerechte und zukunftssichernde Restaurierung der Beethovenhalle zu stellen.
Der Verein plädiert in diesem Zusammenhang erneut für die Einrichtung eines Expertengremiums, dem Fachleute der Stadt, der Betreibergesellschaft, des Denkmalschutzes, der Denkmalpflege und relevanter Stiftungen angehören könnten.

  1. W. Luckner sagt:

    Es ist eine Sache, die “Sanierungskosten für einen Betrieb der Beethovenhalle als Mehrzweckhalle und als hochwertigen Konzertsaal zu ermitteln”. Es ist eine andere Sache dann auch offenzulegen, was an Maßnahmen hinter den ermittelten Kosten steckt. Damit will ich sagen: Wir Bürger dürfen uns nicht damit zufrieden geben, dass man uns Kosten um die 50 Millionen Euro oder mehr präsentiert wegen überzogener Forderungen (wer stellt die?) wie beispielsweise den Umbau des Großen Saales in eine Arena. Es gilt dann, den Verantwortlichen bewusst zu machen, dass es in der nicht-Bonner Welt Säle mit hervorragender Akustik gibt, deren Zuhörerraum flach ist wie eine Flunder. Bekannt sein sollte das aber schon längst!

  2. Peter Riemann sagt:

    Um überhaupt realistisch und zielführend an die Instandsetzung und Sanierung der Beethovenhalle heranzugehen, bedarf es zweierlei:
    1. gewissen Mitarbeitern beim SGB sollte man wegen Inkompetenz und Veruntreuung von Steuegeldern fristlos kündigen,
    2. gewisse externe Gefälligkeitsgutachter sollten in die Wüste geschickt werden!
    http://bonner-presseblog.de/2010/05/17/bonn-schlitzohren-vor-%E2%80%9Edas-bonner-strickmuster%E2%80%9C-anwendungsfall-beethovenhalle/

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