Nur mit weniger Autos in der Stadt sinkt die Gesundheitsgefährdung!
Verschärfung der Umweltzone macht Sinn
22. Januar 2012.
Die “Bürgeraktion Umweltschutz Bonn“ (BUB) begrüßt die geplante Verschärfung der Bonner Umweltzone. Gleichwohl reicht die Umweltzone nicht aus, die anhaltende Gesundheitsgefährdung der Bonner Bevölkerung durch Stickstoffdioxid (NO2) in den Griff zu bekommen. Dieses hochgiftige Gas führt zu Schleimhautreizungen, Schwindel und Kopfschmerzen, geringste aufgenommene Mengen können noch nach Tagen zu einem Lungenödem führen. Es wird überwiegend von Diesel-PKWs ausgestoßen.
Schon seit Jahren ist die Bonner Innenstadt massiv mit NO2 belastet. Mit Konzentrationen zwischen 45 und 66 µg/m3 an der Reuterstraße, dem Konrad-Adenauer-Platz, dem Bertha-von-Suttner-Platz und der Bornheimer Straße wird der EU-Grenzwert von 40 µg/m3 regelmäßig überschritten.
Nach Meinung der BUB müssen Politik und Verwaltung ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern endlich wahrnehmen. Die Umweltzone sollte sofort vergrößert und ab dem 01.07.2012 auf grüne Plaketten beschränkt werden. Allerdings sind weitergehende Maßnahmen zur Einschränkung des Autoverkehrs in der Innenstadt unabdingbar, um die Gesundheitsgefährdung durch NO2 zukünftig zu reduzieren.
Umweltzonen können helfen, die Belastung mit NO2 zu senken. So hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) in ihrem Bericht „Stickstoffdioxid-Belastungen in der BRD“ 1 vom September 2010 errechnet, dass 2009 die NO2-Emissionen innerhalb der untersuchten Umweltzonen zwischen 2 und 7 µg/m3 zurück gegangen sind, obwohl diese Zonen nur maximal für rote Plaketten gesperrt waren.
Allerdings kommt die LAI ebenfalls zu dem Ergebnis, dass durch die Einführung und Verschärfung der Umweltzonen allein der EU-Grenzwert nicht erreicht werden kann. Die Arbeitgemeinschaft schlägt deshalb u.a. eine schnellere Einführung der Euro 6-Norm, Verkehrsvermeidung sowie die Entwicklung alternativer Mobilitätskonzepte vor.
Mehrere Bonner Umweltverbände haben schon vor Jahren Konzepte zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrradverkehrs und damit verbunden einer Reduzierung des Kfz-Verkehrs in der Innenstadt entwickelt 2. Diese beinhalten z.B. ein Ringbussystem, den Ausbau des Velo-City-Ringes, die Herausnahme des Kfz-Verkehrs vor dem Hauptbahnhof, ein City-Logistik-Konzept und eine massive Förderung von neuen Job-Tickets.
Unverantwortlich sind die aktuellen Pläne zur Aufweitung der B56, zum Ausbau des Trajektknotens sowie zum Bau neuer Parkhäuser am Bonner Bogen und bei der Telekom. Diese Maßnahmen werden zwangsläufig noch mehr Autos in die Stadt ziehen. Bonn braucht stattdessen eine zukunftsweisende Politik mit eindeutigem Förderschwerpunkt umweltfreundlicher Verkehr.
http://www.lai-immissionsschutz.de/servlet/is/20171/
2 http://adfc-bonn.de/modules.php?name=News&file=article&sid=670
Foto: Erich Häfele/JOKER

Die Ära Dickmann hatte damit angefangen, dass sich die OB fahrradfahrend auf dem Weg zur Arbeit fotografieren ließ.
Heute verkündet der planungs- undverkehrspolitische Sprecher der SPD Werner Esser nach wie vor, er sei für eine umwelt- und umfeldgerechte Verkehrsabwicklung und verkauft den Kauf eines neuen Busses als riesigen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Mehr als heiße Luft gab es in dem letzten Jahrzehnt von Seiten der SPD nicht.
@ irritiertes Nordlicht
Mal ehrlich, da war doch noch mehr!!!
Die Ära Naujoks (SPD) fing mit einer Art “Bilanzfälschung” und mit dummen Sprüchen des SPD-Rechtsanwalts Schaper an:
“Die Liquidität kommt von der Stadt.”
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Rat-wechselt-Wirtschaftspruefer-des-Naujoks-Betriebes-aus-article145398.html
Der Kleinfeld-Artikel im GA war dann schwer zu finden, deshalb wurde er als wichtiges Dokument in anderen Blogs eingestellt.
http://www.nachrichten.com/index.php?main=nav&ort=530&sparte=2&selsparte=2&selort=10-530&selnews=36911
Heute wissen die Bonner, dass ihre Liquidität in großen Teilen der SPK KölnBonn gehört, nur gefagt worden sind sie nicht.
Inzwischen ist Naujoks als Straftäter entlarvt, weil er vorsätzlich versucht hat die Bevölkerung über das Trinkwasser mit Nebenprodukten nicht zugelassner Desinfektionsanlagen zu “versorgen”.
http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2012/01/archiv/bonn_legionellen_skandal_manager_naujoks_strafrechtlich_ueberfuehrt.pdf
Mit der nichtzugelassenen Auladecke im KAG hält der höchstbezahlte Manager Ämter und Politiker in Trab http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/die-umstrittene-auladecke-strafvereitelung-im-amt-id283264.html
Ratsmitglied Schaper kann jetzt seine Scharte auswetzen und dafür sorgen, dass nicht noch mehr “Liquidität der Stadt” in den Taschen eines “mutmaßlichen” kriminellen Parteigenossen landet.
Deshalb kann man sagen: die SPD unter dem jetzt amtsmüde gewordenen Wilfried Klein war jahrelang äußerst erfolgreich und hat mehr hinterlassen als nur die heiße Luft, die aus dem Auspuff des roten Porsche von Bodo Buhse (SPD) kommt, den der Gute angeblich fahren soll…
(siehe hierzu Punkt 5 des Tannenbuscher “Info-Briefes” http://www.bbbonn.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25:tannenbuscher-infobrief-10-08&catid=18:infobrief&Itemid=23 )
@ irritiertes Nordlicht
Bilder sagen mehr als 1.000 Worte.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Stimmen-zum-Abschied-von-Baerbel-Dieckmann-article214282.html?&i=1
Von wem wohl diese Privataufnahme stammt?
Über die maroden bonner Straßen fährt man mit großen Geländewagen immer noch am komfortabelsten und für den Mehrverkehr gibt es bald den Trajektkreisel und eine “aufgeweitete” B 56. Für einen richtig guten ÖPNV, der der auch so manchen Autofahrer überzeugt, fehlen die finanziellen Mittel und der Wille, so etwas auch einmal in Gang zu setzen. So darf dann die IHK auch bald wieder den Ennertaufstieg und den Venusbergtunnel fordern. Das würde im Schwarz-Grün-Kontext ja passen.
@ Jörg Heiterborn
Die Duisburger haben gezeigt, wie wichtig ihnen politischer Anstand ist. Werden die Mitglieder der S-Fraktion hieraus ihre Lehren ziehen?
@ irritiertes Nordlicht
Habe die Abwahl (“Sternstunde der Demokratie”) mit Interesse verfolgt. Der Duisburger OB wurde von den “Bürgern” mit Hilfe des “Lex-Sauerland” abgewählt. Wer das installiert hat, weiß man. In der Presse war u.a. zu lesen: Sauerland verjagt, gestürzt, geschasst, usw. Immerhin gab es auch gefühlte Gerechtigkeit zu dem Vorgang, in dem das Amt und die Behörde “Der Oberbürgemeister” plötzlich allein einer Person, dem Oberbürgermeister S. zugeordnet wurde.
Auf U-Tube sagte ein unrasierter Mensch: “Das ist ja dasselbe, als wenn ein Verkehrsminister nach einem Massenunfall zurücktreten soll”.
Sauerland hat sich unangemessen und falsch verhalten, keine Frage. War das gnadenlose Chuzpe, wie man sie von einer sozialen Partei kennt, oder war er schlicht überfordert?
Denkt man an die Bonner Ex-OB in einer ähnlichen Situation zurück (“Ich kann gar nicht zurücktreten und ich werde auch nicht zurücktreten, weil ich gewählt bin, von 57% der Bürger und Bürgerinnen und diese Menschen haben mir den Auftrag gegeben…”), bekommt man einen Blackout. In Duisburg eine “Sternstunde” und in Bonn der schwärzste Tag der Demokratie?
Erfreulich ist, dass man auf TV erleben konnte, wie NRW- Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) und der NRW Innenminister Ralf Jäger (SPD) bei der “Abwahlparty” ganz vorne mit dabei waren.
Jäger soll nach Spiegel-Berichten als damals verantwortlicher Innenminister der Polizei nun auch unter Beschuss geraten.
Das ist dumm gelaufen. Jägers Amtsantritt war der 15.Juli 2010, das Unglück passierte am 24. Juli 2010. Man wird ihm nicht viel persönliche Verantwortung zueignen können. Er war vermutlich gerade beim Einräumen seines Schreibtisches.
Diese Gnade der späten Wahl hätte ihn abhalten können bei diesem peinlichen Spektakel mitzumachen, aber nein, menschliche Größe gibt es nur bei ganz wenigen SPD-lern.
Deshalb freuen wir uns über die ganz heiße Meldung: Frau Dieckmann wird noch (oder wieder?) einmal davonkommen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/WCCB-Offenbar-keine-Anklage-gegen-Dieckmann-article624107.html
Da wird doch nicht etwa der NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, “Ziehsohn” von Ex-Justizminister Jochen Dieckmann und ebenfalls schon bei dem Love-Parade Unglück vereidigt, die Fingerchen im Spiel gehabt haben?
Wie man inzwischen in der BananenRepublikDeutschland weiß, Justizminister sind Ermittlungsbehörden gegenüber weisungsbefugt.
Na, das sollte aber mal endlich geändert werden, vielleicht durch ein “Lex Dieckmann”..?
Hallo,
ih finde, die Kommentare sollten mal wieder zum Thema zurück kommen!
Es geht um den Sinn oder Unsinn der Umweltzone in Bonn. Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, Plaketten zu verteilen, sondern die Autos müssen raus aus der Stadt! Wir brauchen Politik für Radfahrer und Fußgänger, der ÖPNV braucht natürlich Vorrang.
@tonkwoman
Thema verfehlt? Wieso denn?
Es geht darum, dass Politiker der Bevölkerung ständig ungestraft ein X für ein U vormachen, bzw. ein B(us) für ein L(uftreinheit). Und wenn demnächst der City-Ring wieder zu ist, müsste Herr Esser eigentlich abgewählt werden. Wie man sieht: vieles hängt mit manchem zusammen.
Bonn als eine der lautesten Städte in der BRD und angeblich fahhradfreundlich sollte sich ein Beispiel an Münster nehmen…
Solange Busse und Stadtbahn so langsam sind, wird sich nicht wirklich etwas an den Pendlerströmen per Auto ändern. Die Menschen, die sich tagtäglich mit ihrem Auto durch den manchmal sehr dichten Stadtverkehr quälen, wissen auch warum: Mit dem Auto ist man in Bonn tatsächlich fast doppelt so schnell unterwegs als mit dem ÖPNV. Eine Folge der autofreundlichen Politik. Und nun bekommen sie noch Belohnungen: Große Parkhäuser direkt an ihrer Firma und die Aufweitung der B 56. Für Schwarz vielleicht konsequent, für Grün???
@ Jörg Heiterborn
Es war einmal ein Bonner
Der liebte Blitz und Donner
Und wenn’s am Himmel krachte
Dann tanzte er und lachte
Und war nicht mehr zu halten.
Ein Blitz hat ihn gespalten.
Er ist nach Haus gehoppelt
und seither tanzt er doppelt
Wen wohl der Schweizer Franz Hohler in seinem Gedicht gemeint haben kann, OB Jürgen Nimptsch oder den MdB Kelber oder gar beide?
MdB Kelber hatte als Reaktion auf eine mögliche Einstellung des Verfahrens gegen EX-OB Dieckmann gemeldet: OB Dieckmann unschuldig! Wie viele Stimmen diese Wertung die SPD kosten wird?
Der GA hatte berichtet, wie die Fraktionen im Rat den GA Bericht beurteilen. Wie aber werten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Freude von Herrn Kelber? Der Führungsstil der Ex-OB ist ja hinlänglich bekannt, wie die EX-OB mit ihren Beigeordneten umgesprungen ist. Warum sind die Ex-Umweltdezernentin und die EX-Sozialdezernentin gegangen (worden)?
Nun heißt es im Zusammenhang mit dem WCCB, man habe in den Akten keine Hinweise
auf ein Fehlverhalten der EX-OB Dieckmann finden können. Wird versucht den Bonner Bürgern zu suggerieren: Akten sauber=Ex-OB Dieckmann sauber? Ist allein aufgrund der Aktenlage zu schließen, dass Ex-OB Dieckmann ihre Projektverantwortlichen nicht “geleitet” hat, oder war sie geschickt genug, ihre Macht so einzusetzen, dass sich ihre Untergebenen nicht getraut haben, von ihr schriftliche Arbeitsanweisungen zu verlangen? Vielleicht werden die Aussagen von Herrn Hübner auch mehr Licht in dieses Dunkel bringen.
OB Nimptsch hatte gemeldet: “Ich bedauere, dass es für Bundespräsident Christian Wulff keinen anderen Weg als den Rücktritt gab. Er ist ein guter Freund Bonns….. Zuletzt hat er beim Deutschlandfest 2011 den Garten seines Bonner Dienstsitzes für ein wunderbares Kinderfest geöffnet…..”
Wie viele Stimmen diese Wertung die SPD wohl kosten wird?
Die Duisburger haben gezeigt, wie wichtig ihnen politischer Anstand ist. Die Genossen in Düsseldorf haben anscheinend dieses tiefe Unbehagen in der Bevölkerung mit der “Lex-Sauerland” politisch für sich ausgeschlachtet. Wird sich das rächen?
@ Bonner Leon
Die Bonner FDP hat vor einiger Zeit die Abschaffung der Doppelspitze als Fehler bewertet. Wenigstens die Verwaltungsspitze soll nach FDP Vorstellungen nicht durch die Gegend hoppeln. Selbstverständlich hat
diese Erkenntnis nichts mit den Bonner Verhältnissen zu tun, haben die höflichen Freisinnigen verkündet.
@ tonkwoman
Diese politische (UN-)Kultur macht sich auch beim Thema Umweltzone bemerkbar. Mehr Schein als sein.
Die Umweltzone ist die reinste Bürgerverdummung, wenn sie, wie in Bonn, nicht ausreichend kontrolliert wird.
Besonders drastisch erleben die Anwohner der Bornheimer Straße diese Bürgerverdummung. Im Luftreinhalteplan wurde die Einführung von Tempo 30 in der Bornheimer Straße seitens der Bezirksregierung
Köln abgelehnt. Die Stadt Bonn hat ihre langjährige Rechtsauffassung, Tempo 30 sei unzulässig, kurzerhand über Bord geworfen, um der sozialen Stiftung Fassbender/Tenten ein Einkaufsparadies mit deutlichen Verkehrsmehrbelastungen auf der Bornheimer Straße zu ermöglichen. Ist die rechtliche Zulässigkeit von Tempo 30 zur Reduzierung gesundheitsgefährdender Schadstoffbelastung davon abhängig, welche Behörde zufällig Herr des Verfahrens ist?
Nun fragen sich die Anwohner des stärker belasteten Abschnitts, warum in ihrem Abschnitt Tempo 30 abgelehnt wird, obwohl die Grenzwerte deutlich überschritten sind und die Belastung trotz Umweltzone sich noch weiter verschärft hat. Die “glücklichen” mit Tempo 30 fragen sich, für wie dumm sie von Politik und Verwaltung gehalten werden. Neben einem wirkungslosen Umweltschild steht ein ebenso wirkungsloses Tempo 30 Schild. Schilda, um einem einflussreichen Investor auf Kosten der Gesundheit der Anwohner ein gewinnbringendes Projekt zu ermöglichen.
Schwarz-Grün hat die Verwaltung beauftragt, Umbaupläne für den Abschnitt mit Tempo 30 zu erstellen, weil
die Gestaltungsmehrheit der Auffassung war, dass die Aufstellung von Schildern allein nicht ausreiche und bauliche Maßnahmen zur wirkungsvollen Geschwindigkeitsreduzierung erforderlich sind. Gelder für die Planung wurden für den Haushalt 2011/2012 bereitgestellt, die Verwaltung führte die Beschlüsse nicht aus und die Bürger warten und warten….wie lange noch?
Es geht nur ums Geld — und zwar das, das in die Stadtkasse fließt. Alles andere…???