7. Februar 2012.

Der Zeitpunkt für den Auszug des Bundesministeriums für Verteidigung aus der Ermekeilkaserne steht nun offiziell fest.

Der Brigadegeneral Heinrich Tiller, Standortältester in Bonn, teilte Oberbürgermeister Nimptsch (gestern am Montag) mit, dass der Umzug bis zum zweiten Quartal 2013 abgeschlossen sein soll. Momentan sind dort noch 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dazu Nimptsch: „Jetzt können wir konkret darüber sprechen, zu welchen Konditionen die Kaserne auf uns übergeht, damit wir zügig planen können, wie und zu welchem Zeitpunkt wir das Gelände nutzen. Wir wollen zeitnah ausloten, welche Gestaltungsmöglichkeiten wir dort haben.“

Der Auszug des Ministeriums setzt einen Stationierungsentscheid vom Oktober 2011 um, der die Schließung einer begrenzten Anzahl von Bundeswehrliegenschaften vorsieht. Das 24.000 Quadratmeter große Grundstück mitten in der Bonner Südstadt soll damit frei werden für eine Vielzahl von städtebaulichen Nutzungsmöglichkeiten. „In Bonn herrscht eine massive Wohnungsnot, die mit der Nutzung der Ermekeilkaserne als Wohnraum ein Stück weit gemildert werden könnte“, so der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD). Er sieht in der Umgestaltung die Chance „Wohnen, Arbeiten, Lernen und Begegnung“ räumlich zu verbinden. Diese Pläne werden auch der Initiative zur zivilen Nutzung der Bonner Ermekeilkaserne entgegenkommen, die sich bereits seit 2005 für eine Nutzung der Kaserne als Ort der Integration einsetzt.

Foto: Philipp Ingenleuf

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