Fachtagung zu Sozial- und Umweltbedingungen im informellen Goldbergbau

Kleinschürfer in der DR Kongo und Peru

28. Februar 2012.

Am 29. Februar veranstalten BICC und SÜDWIND die Tagung „Kleinschürfer in der DR Kongo und Peru: Welche Ansätze können Sozial- und Umweltbedingungen im Goldbergbau verbessern?“ in der Deutschen Welle, Bonn. In drei Vortragsreihen mit anschließenden Debatten werden Vertreterinnen und Vertreter von Entwicklungsorganisationen, Industrie, Zertifizierungsinstitutionen und Forschung sowie des Kleinschürfersektors aus Peru und der Demokratischen Republik Kongo diese Frage diskutieren.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Weltmarkts für Gold wollen wir zunächst die Situation der Kleinschürfer und ihre Erfahrungen mit Organisierung und Zertifizierung beleuchten“, erläutertFriedel Hütz-Adams von SÜDWIND das Programm der Tagung.

Im Goldsektor hat die Zahl von Kleinschürfern aufgrund des in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Goldpreises massiv zugenommen. Schätzungsweise bis zu 25 Prozent der globalen Produktion stammen aus dem informellen Kleinbergbau. In einigen Staaten leben Hunderttausende Menschen von dem wertvollen Edelmetall, das sie meist unter miserablen, Umwelt und Gesundheit schädigenden Arbeitsbedingungen abbauen.

„Um den Goldabbau für die Produzenten insgesamt fairer zu gestalten, müssen alle beteiligten Parteien mitmachen“, betont Marie Müller, BICC. „Daher halten wir die Frage, wie Marktteilnehmer positive Ansätze mit ihrer Beschaffung unterstützen können, für sehr wichtig.“ An derFachtagung werden deshalb nicht nur Vertreterinnen und Vertreter von Entwicklungsorganisationen und Forschung sowie des Kleinschürfersektors aus Peru und der DR Kongo diskutieren, sondern z.B. auch des Instituts für globale Vermögensentwicklung mbH, von Fairtrade Deutschland und ein Goldschmied.

Die Veranstaltung baut auf einem Forschungsprojekt von BICC und SÜDWIND auf, das von Misereor, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE) und der Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn finanziert wird.

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