9. März 2012.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Köln-Bonn steht hinter den Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, die für bessere Löhne und Gehälter kämpfen. Dies hat der ehrenamtliche Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes, Ingo Degenhardt, heute in einem Grußwort auf der ver.di- Streikkundgebung auf dem Bonner Münsterplatz deutlich gemacht.

„Heute wollen wir mit unserer Aktion den Arbeitgebern im öffentlichen Dienst auf die Sprünge helfen. Es gehört endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch“, so Ingo Degenhardt kämpferisch. In seinem Redebeitrag versicherte der DGB-Vorsitzende den Streikenden die Solidarität aller DGB-Gewerkschaften. Bezogen auf die Gehaltsforderung von 6,5 Prozent erklärte er, dass die Frage nach der Bezahaung eine soziale Frage ist, die es zu lösen gilt.

Mickrige Löhne für Erzieherinnen, Krankenschwestern und Busfahrern seien ein Hohn gegenüber den Leistungen, die täglich erwartet und erbracht werden. Wer von klammen Kassen spricht, der muss den enormen Anstieg der Steuereinnahmen des Bundes im vergangenen Jahr von knapp 250 Milliarden Euro mit in den Focus nehmen. Ebenso wie die aktuelle Debatte um einen bis ans Lebensende zu gewährenden Ehrensold. Degenhardt: „Kolleginnen und Kollegen, ihr seid die Leistungsträger – ihr seid es wert. Öffentliche Daseinsvorsorge und gute Arbeit haben ihren Preis. Wer sich über Fachkräftemangel beklagt, der soll seine Beschäftigten erst einmal anständig bezahlen. Damit im öffentlichen Dienst nicht das Licht ausgeht, brauchen wir auch zukünftig qualifiziertes Personal. Gute Arbeit muss auch gutes Geld wert sein.“

Foto: Paul Eckenroth/JOKER

Schlagworte: , , ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter