Forderung nach Demonstrationsverbot für Neonazis

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

14. März 2012.

Als unerträgliche Provokation empfindet der Deutsche Gewerkschaftsbund Köln-Bonn die Demonstrationsanmeldung einer rechten Gruppierung für den 1. Mai in der Bonner Innenstadt. Ingo Degenhardt, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg protestiert aufs Schärfste. „Der 1. Mai ist der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, den werden wir uns nicht nehmen lassen. Wir werden demonstrierend durch die Straßen ziehen und uns auf dem Marktplatz zu unserer Kundgebung versammeln. Eine Gefährdung unseres Demonstrationszuges und unserer Kundgebung werden wir nicht zulassen“, so Ingo Degenhardt.

Der DGB ruft alle Demokratinnen und Demokraten in der Stadt und in der Region auf, mit uns gemeinsam friedlich und entschlossen zu demonstrieren. DGB und Gewerkschaften werden neben ihren Forderungen nach gerechten Löhnen und sozialer Sicherheit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Degenhardt: „Wir haben 2008 hier in unserer Stadt mit 2.500 Menschen ein deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt und das werden wir auch am 1. Mai in der Bonner Innenstadt tun.“

Vor dem Hintergrund, dass 2009 in Dortmund die DGB-Demonstration von den „Autonomen Nationalisten“ angegriffen wurde und es heute eine groß angelegte Razzia in mehreren Bundesländern gegen das rechtsextreme „Aktionsbündnis Mittelrhein“ gegeben hat, fordern der Köln-Bonner Regionsvorsitzende Andreas Kossiski und Ingo Degenhardt die zuständigen Behörden auf, intensiv und unter Einsatz aller zur Verfügung stehender Mittel, ein Verbot der für Bonn angemeldeten Neonazidemo zu prüfen. Beide betonen ausdrücklich, dass es zwingend geboten ist, am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen den Rücken zu stärken.

„Wir werden nie vergessen, was 1933 mit Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern geschehen ist. Der 1. Mai bleibt der Tag der Demokratinnen und Demokraten und darf nicht missbraucht werden für die Hetze gegen Andersdenkende“, so Andreas Kossiski.

Foto: Bonn-Duisdorf 2008, Foto: Paul Eckenroth / JOKER

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