22. März 2012.

Als „unerträgliche Provokation“ bezeichnete der DGB die Demonstrationsanmeldung der rechten Gruppierung „Autonome Nationalisten“. Um dieser Demonstration entgegen zu wirken und sich klar zu positionieren, hat der DGB-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg einstimmig den Ablauf der DGB-Maikundgebung beschlossen. „Wir lassen uns den 1. Mai von niemandem nehmen – der 1. Mai gehört uns!“, bekräftigt auch Ingo Degenhardt, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes, die eingeschlagene Richtung des DGB. Die angemeldete Demonstration am 1. Mai, der eine „große Symbolkraft“ besitzt, empört beim DGB. Deshalb wird „neben unseren Forderungen nach gerechten Löhnen und sozialer Sicherheit“ der DGB „eine ganz klare Botschaft gegen Rechts äußern“, so Ingo Degenhardt.

Im Aufruf „Kommt mit uns raus zum 1. Mai 2012 in Bonn – Solidarisch am Tag der Arbeit und gegen Rechts!“ heißt es: „Der 1. Mai ist unser Fest der Solidarität und kein Ort für alte und neue Nazis“. Der DGB wird „keinen Fußbreit abgeben von unserem Demonstrationsweg und unserem Kundgebungsort“ und ruft dafür „alle Demokratinnen und Demokraten in unserer bunten Stadt und dem Umland auf, mit uns gemeinsam friedlich und entschlossen zu demonstrieren und ein klares Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt zu setzen“.

Die Bonner Jugendbewegung schlägt in dieselbe Kerbe und lädt zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ein, das sich am morgigen Freitag (23. März) um 18 Uhr, im DGB-Haus, Endenicher Straße 127, in Bonn treffen wird. Die Bonner Jugendbewegung erinnert außerdem an die von den „Autonomen Nationalisten“ begangenen Verbrechen: „2009 griffen etwa 300 ‚Autonome Nationalisten‘ eine DGB Veranstaltung in Dortmund an. In diesem Jahr verwüsteten sie das DGB-Haus in Aachen“.

Foto: Nazidemo in Dortmund, Paul Eckenroth / JOKER

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