20. Juni 2012.

Am Dienstag, dem 19. Juni 2012 veranstaltete der BDA Bonn-Rhein-Sieg sein öffentliches Podiumsgespräch zum Thema Gestaltungsberat auch in Bonn im Auditorium des Kunstmuseums. In dem „schönsten Museumsbau Deutschlands“, wie der frühere Direktor des städtischen Kunstmuseums Dieter Ronte gerne zu sagen pflegte, kamen weit über 80 Zuhörer zusammen.

Nach einem Einführungsvortrag von Tanja S. Flemming von der Geschäftsstelle des Gestaltungsbeirats Regensburg über die eigenen Erfahrungen in Regensburg, der einen interessanten, wie informativen Einblick in die Thematik eröffnete, begann die Diskussion. Die Moderation übernahm Mario S. Mensing von der Firma (CIMA) aus Lübeck.

Zu den Diskutanten gehörten der Vorsitzender des Planungsausschusses Bonn, Rolf Beu, die Kunsthistorikerin und Landschaftsarchitektin Prof. Dr. Dr. Martini Oldengott, Werner Wingenfeld vom Stadtbaurat Bonn sowie die Architekten Martin Halfmann (BDA Köln) und Prof. Carl Fingerhuth aus Zürich.

Die Diskussion entwickelte sich schnell zu einer angeregten Debatte, Eindrücke aus Städten, die bereits Erfahrungen mit der Arbeit eines Gestaltungsbeirates haben wie Lübeck und Regensburg, wurden ausgetauscht und gegenübergestellt.

Die Gesprächsatmosphäre war angenehm gespannt, das Auditorium konzentriert. Immerhin gewinnt die Frage nach der Einrichtung eines Gestaltungsbeirats angesichts zahlreicher umstrittene Bauprojekte in Bonn stetig an Aktualität.

Der BDA Bonn-Rhein-Sieg wirbt bereits seit Anfang der neunziger Jahre für die Einrichtung eines Gestaltungsbeirats in Bonn, um die Bauqualität und die Baukultur in Bonn zu sichern und zu stärken sowie eine positive Entwicklung des Bonner Stadtbildes zu unterstützen. Das zentrale Anliegen eines Gestaltungsbeirates liegt darin, Vorhaben von städtebaulicher und baukultureller Relevanz zu begutachten und Empfehlungen zu formulieren, die neben der Gestaltung auch wirtschaftliche, ökologische und städtebauliche Kriterien berücksichtigen. Gleichzeitig soll ein Gestaltungsbeirat frühzeitig für Offenheit und Transparenz in den Verfahren sorgen, was angesichts der stetig steigenden Anteilnahme von Bürgern und Gruppierungen eine immer größere Bedeutung gewinnt.

Der Pionierarbeit von Regensburg, das bereits seit 1998 einen Gestaltungsbeirat besitzt, schlossen sich  längst Lübeck, Trier, Karlsruhe, Leipzig und viele weitere Städte an – Bonn könnte folgen.

Nach der gut zweistündingen Diskussion fasste Herr Fingergut die Debatte für sich in einem Satz zusammen: „Es gibt eigentlich keine Stadt wo ein Gestaltungsbeirat überflüssig wäre.“

Zum Thema ist auch die Broschüre des BDAs zu empfehlen. (siehe hier)

Foto: Gut besuchte Podiumsdiskussion zum Gestaltungsbeirat, Foto: (c) r:r

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