Vernetzung von Zukunfts-Akteuren in Bonn und Rhein-Sieg-Kreis

Geht doch: Bonn im Wandel

3. August 2012.

Die Transition-Initiative “Bonn im Wandel” hat Grund zu Feiern: Die Website ist fertig! Hier gibt es ab sofort Artikel über Transition-Aktivitäten in unserer Stadt, Tipps, Infos, Termine, Zukunftsgeschichten von einem lebenswerten und nachhaltigen Bonn und natürlich die Möglichkeit mitzumachen. „Besonders wichtig war uns, dass Interessierte hier eigenständig mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen oder Ideen einbringen können“ sagt Stefan Haas, der Webmaster der Seite. „Jede Besucherin und jeder Besucher kann Termine einstellen, die wir dann frei schalten, oder auch in der Ideenschmiede aktiv werden. Registrierte Nutzer können sich auch bei den offenen Themengruppen anmelden und die News dieser Gruppen abonnieren.“ Die Website ist ein Angebot für Kooperation und Engagement „In Bonn gibt es viele Menschen, die erkannt haben, dass eine nachhaltige Welt vor der Haustür beginnt, Menschen, die voller Ideen stecken und aktiv werden wollen und Gleichgesinnte suchen“, sagt Daniela Baum, die Öffentlichkeitsarbeit für die Initiative macht „Die Website erleichtert die Koordination von Anfragen und die Weitergabe von Informationen, denn jede und jeder kann jetzt selbst aktiv werden“, freut sich Marie Wargenau, die schon unzählige Mails und Anfragen beantwortet hat.

Seit dem ersten offenen Abend der Bonner Transition-Initiative im Februar 2012 gibt es viele Aktivitäten zu unterschiedlichen Themen des Wandels. „Unter Wandel verstehen wir den Weg hin zu einer Erdöl-unabhängigen, selbstversorgenden und lebensfrohen Stadt“, sagt Kathleen Battke, die auch den GemeinschaftsGarten in Vilich mit aufgebaut hat. Die Gruppe „Nachhaltige Lebensmittel“ beispielsweise möchte die Versorgung mit lokalen und verpackungsfreien Lebensmitteln in Bonn verbessern, die „Zukunftsgärten“ engagieren sich für lokale Biolebensmittel in Schulen und die Gruppe Regionalwährung plant die Einführung einer Komplementärwährung in Bonn und Umgebung. „Die Aktiven kommen aus ganz unterschiedliche Bereichen, Studenten, Berufstätige, Freiberufler, darunter auch Leute mit viel Erfahrung im NGO-Bereich“, sagt Gesa Maschkowski, die zum Gründungsteam gehört. „Es sind auch mehrere Geografen dabei, aber das ist ja kein Wunder, denn die wissen gut, wie es gerade um unsere Erde steht“.

In den nächsten Monaten möchte die Bonner Transition Town Initiative Kontakte und Kooperation mit Bonner Akteuren im Bereich Nachhaltigkeit, ökonomischen Wandel und soziale Gerechtigkeit ausbauen, denn mit vereinten Kräften steigen die Chancen für einen Wandel. Auch die Politik ist schon auf die Initiative aufmerksam geworden. So gab es Gespräche mit den Grünen und der SPD; im August informiert sich ein Vertreter des europäischen Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses über die Ziele und Potentiale der Bewegung.

Demnächst gibt es auch Gelegenheit, sich praktisch zu betätigen. Kathleen Battke und Thomas Bebiolka bieten am 11. August im GemeinschaftsGarten Vilich-Müldorf einen Workshop „Hochbeetebau und Quadratgärtnern“ an.

Diesen und noch mehr Termine ab sofort auf der Website www.bonn-im-wandel.de, in der Rubrik Veranstaltungen.

Foto: Gudrun Petersen/JOKER

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