Aktion/Mahnwache der Pax Christi Gruppe in Bonn

„Nie wieder Krieg – Keine Panzer nach Saudi Arabien“

31. August 2012.

Die Pax Christi Gruppe Bonn beteiligt sich im Rahmen bundesweiter Aktionen anlässlich des Antikriegstags mit einem Infostand in Bonn. Die Mahnwache richtet sich vor allem gegen die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, Katar und Indonesien.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Königreich der Familie Saud nun 600-800 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A7+, statt bisher 200 kaufen möchte. Eigentlich darf in Krisengebiete, Staaten mit massiven Menschenrechtsverletzungen und immer dann, wenn die Gefahr besteht, dass die Waffen zur „Klärung“ innerstaatlicher Konflikte eingesetzt werden, kein Kriegsgerät exportiert werden. Dennoch sollen nach dem Willen der Bundesregierung Panzer an das autokratische Regime in Riad, geliefert werden.

Auch das Emirat Katar hat 200 „Kampfpanzer des 21. Jahrhunderts“ der deutschen Waffenschmiede Krauss-Maffei Wegmann bestellt. Die Aktion der Pax Christi Gruppe Bonn am Antikriegstag soll einen Vorgeschmack auf weitere Veranstaltungen im Zuge der bundesweiten „Aktion Aufschrei – Rüstungsexporte stoppen“ bieten.

Am 26. Oktober soll noch einmal öffentlicher Druck auf die Produzenten der Rüstungsfirmen, die an der Fertigung des Leopard-2 beteiligt sind, ausgeübt werden. In Nordrhein-Westfalen soll die Rheinmetall Zentrale in Düsseldorf Derendorf in Form einer Blockade belagert werden. Rheinmetall baut die Panzerrohre und steuert maßgebliche technologische Anteile zum Gesamtsystem des Kampfpanzers bei.

Die Aktion der Pax Christi Gruppe findet am 01. September von 11 bis 14 Uhr in der Poststraße (Höhe Karstadt) statt. Sie fordern am Antikriegstag: „Nie wieder Krieg – Keine Panzer nach Saudi Arabien“

Foto: Pax Christi Bistumsstelle Limburg

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