8. November 2012.

Der BUND Rhein-Sieg-Kreis begrüßt die aktuelle Entwicklung beim Vogelschutz am Drachenfels-Kubus! „Wenn das von der Königswinterer Wirtschaftsförderungsund Wohnungsbaugesellschaft Königswinter (WWG) zugesagte Streifenmuster tatsächlich die gesamten Glasflächen erfasst und schlussendlich einem der hochwirksamen, geprüften Vogelschutzmuster entspricht, ist mit dem Bekleben der Scheiben der Vogelschutz zumindest am Tage so gut wie möglich sichergestellt. Treffen diese Eckpunkte zu, würden wir diesen ersten Schritt zugunsten des Vogelschutzes im FFH-Gebiet außerordentlich begrüßen!“, so der Sprecher der Kreisgruppe, Achim Baumgartner.

Offen sei jetzt vor allem, ob auch wirklich die gesamte Glasfläche von dem Streifenmuster erfasst werde, da selbst kleinere Lücken im Muster geradezu als Fallen für anfliegende Vögel wirken. Darauf hatte zuletzt auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in seiner Pressemitteilung zum Vogelschutz an Glasscheiben ausdrücklich hingewiesen (http://www.bfn.de/0401_pm.html? tx_ttnews[tt_news]=4323). Es hatte aufgezeigt, dass alle Flächen größer der Fläche eines Handtellers vom Vogelschutzmuster erfasst werden müssen, um überhaupt eine gute Schutzwirkung der Klebemuster zu erzielen. Positiv sei, dass mit dem Bekleben der Fensterscheiben nun die Besucherinnen und Besucher des Drachenfelsplateaus auch selbst überprüfen könnten, ob dieser Kompromiss zwischen großen Glasflächen mitten im europäischen Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet und der Fernsicht wirklich unzumutbar sei, wie von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WWG unterstellt werde.

Ungeklärt bleibe indes, wie das Beleuchtungs- und Verdunklungskonzept nun modifiziert werde und wer auf welche Weise das Monitoring am Glaskubus für die Zugvögel umsetze. Diese würden nämlich nachts vom Licht angelockt und würden durch die Streifen auf dem Glas daran nicht gehindert.

„Insgesamt sind wir jetzt hoffentlich auf einem guten Weg zu einem tragfähigen Einvernehmen.“, fasst der BUND-Sprecher die Situation zusammen.

Foto: Joker

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