25. März 2013.

Jeder der in der Deutschstunde gut aufgepasst hat weiß, das es im Original-Gedicht („Stufen“) von Hermann Hesse etwas anderes heißen muss, aber so passt es besser zum Thema.

Nach 37 Jahre schließt die Kantine in der Ermekeilkaserne. Dort begann auch die Firmengeschichte des heutigen Betreibers, im Sommer 1976 wurde dort die Casinobetriebe des BMVg eröffnet.

Mit dem Umzug des Betreibers beginnt nun auch der Auszug der Bundeswehr aus dem Gelände in der Bonner Südstadt. Im zweiten Quartal 2013 zieht dann auch dort der letzte Besdienstet die Tür ins Schloss.

So verabschiedet sich der Kanitenpächter von sein Gästen:

„Das Ende einer Ära – bye-bye Stov!

Liebe Gäste,

Am 31. März müssen wir unseren Betrieb in der Ermekeilstraße endgültig schließen. Wir tun das mit großer Wehmut, denn tatsächlich begann die Erfolgsgeschichte von Lohmeier & Deimel – heute L & D – nicht zuletzt mit unseren ersten Aktivitäten im Stov.

Ach ja – erinnern Sie sich noch an die Erbsensuppe von damals? Sie gehörte zu den beliebtesten Gerichten, von uns frisch gekocht in riesigen Kochgarnituren aus Emaille!

Am letzten Tag, Donnerstag, 28. März 2013, können Sie diese Suppe von L & D zum letzten Mal in der Kantine des Stov genießen…

Wir verabschieden uns hiermit von Ihnen, wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und danken Ihnen für Ihre jahrzehntelange Treue.

Ihr Team von L & D „

Gegen Erbsensuppe in der Ermekeilkaserne spricht allerdings auch in Zukunft nichts! Nur könnte diese bald, wenn es nach den Plänen der Initiative zur zivilen Nutzung der Ermekeilkaserne geht, zivile Mägen füllen. Schon seit 2005 verfolgt die Initiative das Ziel einen lebendigen Ort mitten in der Südstadt, ein Modell für „selbstverwaltete Formen gelebter Nachbarschaft, gemeinschaftlichen Wohnens und des interkulturellen Austausches“ entstehen zu lassen. Zusammen mit Architekten und Stadtplanern, Projektentwicklern und Baugenossenschaftlern entstehen konkrete Pläne für Mehr-Generationen-wohnen, Interkulturellen Austausch, bürgerschaftliche Begegnung sowie klimaverträgliches Bauen.

Also „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ ab dem 1. Juli könnte es, wenn alle es wollen, mit der zivilen (Nach-)Nutzung der Ermekeilkaserne los gehen. Deshalb: Von Hermann Hesse lernen, heißt siegen lernen.

Hinweis:

Das nächste Treffen der Initiative zur zivilen Nutzung der Ermekeilkaserrne ist am 18.04., 19.30 Uhr in der DRK-Schwesternschaft, Venusbergweg 17b., Link: http://www.ermekeilakserne-zivil.de

Foto: T. Henkel

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