25. April 2013.

Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ ruft zum gemeinsamen Protest gegen die Kundgebung der rechtsradikalen Vereinigung „Pro NRW“ am 5. Mai auf dem Bad Godesberger Theaterplatz und begrüßt gleichzeitig weitere Initiativen z.B. aus den Kirchen Bad Godesbergs, die Gelegenheit zu Gespräch und Protest gegen die rassistische Hetze an weiteren Orten anbieten wollen.

Es sei jetzt wichtig, den Menschen in Godesberg von vielen Seiten zu zeigen, dass sie bei dem erneuten Provokationsversuch von Pro NRW am Jahrestag der gewalttätigen Auseinandersetzungen bei der König Fahad-Akademie nicht mit den Rechtsradikalen alleine gelassen werden. „Am Infostand auf dem Theaterplatz und beim Verteilen von Flugblättern haben wir in Bad Godesberg viel Zustimmung bekommen“, erklärt Bündnis-Sprecherin Susanne Rohde von der Beueler Initiative gegen Fremdenhass. „Auch etliche Menschen aus Beuel wollen nach den beeindruckenden Protesten gegen die Neonazis vom letzten Jahr jetzt in Bad Godesberg dabei sein“.

Das Bündnis plant eine Kundgebung mit Beiträgen u.a. zum rechtsextremen Hintergrund von Pro NRW. „Das sind keine Biedermänner sondern Brandstifter“, betont Co-Sprecher Mani Stenner. Deren Hetze gegen Muslime, Flüchtlinge und Minderheiten werde man die Solidarität, den Willen und die Erfahrung eines friedlichen Zusammenlebens in einer weltoffenen Stadt entgegenstellen.

Dazu hat das Bündnis auch Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch um einen Redebeitrag gebeten. Außerdem soll an die ausländerfeindlichen Anschläge und Brandstiftungen u.a. von Rostock-Lichtenhagen und Solingen vor 20 Jahren erinnert werden. Stenner: „Die sogenannte Asyldebatte damals hat gewalttätigen Hass befördert, Menschenleben gekostet und mündete politisch leider in die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch die Grundgesetzänderung im Bonner Bundestag am 26. Mai 1993“. In Pro NRW erlebe man die Wiedergänger eines Fremdenhasses, der in Bonn keinen Platz habe.

Den Ablauf der Protestaktionen hat das Bündnis Mitte der Woche mit der Bonner Polizei einvernehmlich besprochen. Bisher gebe es mit der Polizei keinerlei Differenzen. „Uns allen ist auch sehr bewusst, dass es nach den Gewalttätigkeiten vor einem Jahr sehr wichtig ist, in Bad Godesberg zu zeigen, wie friedfertiger Protest gegen Rassisten funktioniert. Wir wollen damit die Selbstverständlichkeit zurückgewinnen, dass Demokratinnen und Demokraten rechtsradikalen Auftritten gegen das friedliche Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft ohne Ängste entgegentreten können“, betont Stenner. Der Theaterplatz soll am 5. Mai trotz der Kundgebungen normaler öffentlicher Raum sein. „Die Außengastronomie bekommt von uns zusätzliche Kundschaft.“

Der Protestaufruf des Bündnisses (siehe www.bonn-stellt-sich-quer.de) wird bereits von mehr als 20 Organisationen, z.B. gewerkschaftlichen Gruppen, dem Paritätischen, dem Internationalen Frauenzentrum, Jusos, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, Piraten, Pax Christi und antifaschistischen Gruppen wie auch etlichen Einzelpersonen unterstützt. Mit dabei sind auch die Bundestagsabgeordneten der Linken und Grünen, Paul Schäfer und Katja Dörner, Stadt- und Bezirksverordnete sowie der in seinem Wohnort Bad Godesberg sehr geschätzte Bonner Bürgermeister Horst Naaß.

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