26. April 2013.

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p>Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) lädt am Samstag den 27. April 2013 in das Alte Rathaus der Stadt Bonn (Gobelinsaal) zur Landesversammlung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen ein. Neben prominenten Rednern gibt es auch politische Schwerpunkte zu Konzepten des Ausbaus des Radverkehrs in Städten.

Die Versammlung beginnt um 10:30 Uhr mit Grußworten des gastgebenden Bonner OB Jürgen Nimptsch und des Bonner ADFC-Vorsitzenden Dr. Rüdiger Wolff. Anschließend wird der in Bonn lebende langjährige (1986-1998) ADFC-Bundesvorsitzende Karl-Ludwig Kelber, der auch Gründungsvorsitzender (1979-1994) des ADFC Bonn/Rhein-Sieg ist, für seine Verdienste mit der ADFC-Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Neben den üblichen formalen Inhalten einer Landesdelegiertenversammlung stehen zwei landesverkehrspolitische Themen im Mittelpunkt der Versammlung, die auch für die Stadt Bonn von nicht unerheblichem Interesse sind.

Der ADFC stellt ein eigenständiges regionales Schnellverkehrsnetz, das die örtlichen Radverkehrsnetze miteinander verknüpfen soll, vor. Diese Radschnellwege könnten einen „Auftakt einer deutlich weitergehenden integralen Radverkehrspolitik“ darstellen, so der ADFC in seiner Pressemitteilung. Deshalb fordert der Interessensverband der Radfahrer die Entscheidungsträger zum handeln auf und hat kürzlich einen Wettbewerb zur Förderung von fünf Radschnellwegplanungen in NRW ausgeschrieben.

Doch auch der Ausbau der kommunalen Radverkehrsinfrastruktur ist noch nicht ausreichend. Auch die „fahrradfreundliche Stadt Bonn“ kann sich noch Fahrradfreundlicher gestalten. Was bereits umgesetzt und geplant wird, kann man von Stadtbaurat Werner Wingenfeld in einen Fachvortrag zu besonderen Aspekten der Radverkehrsförderung der Stadt Bonn erfahren. „Die Radverkehrsinfrastruktur als Basis des Fahrradverkehrs in den Kommunen muss noch stark ausgebaut werden, damit der Radverkehr einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme in den Städten leisten kann,“ scheibt der ADFC. Um den zweieinhalb mal so hohen Radverkehrsanteil der Niederlande auch in NRW zu erreichen, will der ADFC u. a. eine Diskussion über die Verteilung der Verkehrsflächen in den Städten anstoßen: Mehr Fahrräder brauchen auch mehr Straße!

Und doch bleibt das Fahrrad ein wesentlich weniger Flächenintensives Fortbewegungsmittel als die motorisierten Fahrzeuge – man nehme beispielsweise den Parkraumbedarf eines Fahrrads im Vergleich zum PKW. Gerade deshalb eignen sich die leisen, emissionsfreien Drahtesel besonders für den durch Platzmangel, hohe Bevölkerungsdichte und damit von hohem Verkehrsaufkommen charakterisierten städtischen Raum. Insbesondere bei einer guten Kombination von Öffentlichem Nahverkehr mit dem Fahrrad steht das zukunftsfähige Fortbewegungsmittel dem Auto auch in Sachen Geschwindigkeit keineswegs nach. Bei wie im Innenstadtbereich üblichen Entfernungen von bis zu Fünf Kilometern ist das Fahrrad im Schnitt sogar die schnellere Wahl als der PKW! Nicht zuletzt seit dem weiteren Anstieg der Kraftstoffpreise sind auch in Bonn eine große Zahl Berufsradler unterwegs. Durch auf die Geschwindigkeit von Radlern angepasste Grünphasen auf Hauptverkehrsadern zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs sowie durch durchgehendere Radwege könnte den Fahrradfahrern aber auch zweifelnden Autofahrern die gesunde Dosis Bewegung zum Arbeitsplatz schmackhafter gemacht werden- auch in Bonn. Vorreiter in dieser Hinsicht ist beispielsweise Kopenhagen in Dänemark, wo es regelrechte Fahrrad Hauptstraßen gibt. So fahren täglich während der Rushhour in Kopenhagen 36.000 Radler über die Königin-Luise-Brücke in die Innenstadt und zurück. In der dänischen Metropole werden die Fahrradfahrer sogar derartig verehrt, dass es Fußstützen für an Ampeln Wartende gibt. Doch der Luxux zeigt Wirkung: über 40 Prozent der Fahrten innerhalb Kopenhagens werden mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Der ADFC NRW e.V.

…ist mit 31.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In knapp 40 Kreisverbänden und ist mit ca. 100 Ortsgruppen vor Ort in den Kreisen, Städten und Gemeinden aktiv. Ziel des Verbandes ist es, eine umweltfreundliche Verkehrspolitik zu fördern, gemeinsame Touren zu fahren oder auch rund um das Fahrrad.zu beraten. Als Landesverband arbeitet der Verein vor allem in und an Projekten mit dem Land NRW, Städten und Gemeinden sowie Tourismusverbänden in NRW. Dabei ist stets das Ziel der Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt, insbesondere ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer und -fahrerinnen mit vergleichbaren Qualitätsstandards und vielfältigen Serviceeinrichtungen. Dass Nordrhein-Westfalen in Fachkreisen als „Fahrradland Nr. 1“ in Deutschland bekannt ist, schreibt sich der ADFC gerne als Erfolg der Vereinsarbeit zu.

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