2. Mai 2013.

read more

p>Der ADFC NRW forderte bei seiner Landesversammlung in Bonn die Landesregierung auf, die geplanten Radschnellwege zu einem eigenständigen Schnellverkehrsnetz zu verknüpfen und deren Betrieb dauerhaft sicherzustellen.

Auf Einladung des Bonner OB Nimptsch tagte die Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) im Alten Rathaus der Stadt Bonn. Die Delegierten aus ganz NRW begrüßten die Aktivitäten NRWs zur Förderung von leistungsfähigen interkommunalen Radschnellwegen nach niederländischem Vorbild. Über den aktuellen Planungswettbewerb des Landes hinaus fordert der ADFC von der Landesregierung die Schaffung eines regionalen Schnellverkehrsnetzes für Radfahrer, das die kommunalen Radverkehrsnetze miteinander verknüpft. „Den Planungswettbewerb sehen wir als guten ersten Schritt“, so ADFC NRW-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann. Allerdings sei es unabdingbar, neben der Finanzierung auch den Betrieb und die Unterhaltung der Radschnellwege dauerhaft zu sichern. Der ADFC schlägt hierfür eine zentrale gesetzliche Regelung durch das Land vor, um einheitliche Standards zu sichern.

Für ebenso wichtig hält der ADFC die Infrastruktur in den Städten, bei der die Fahrradlobby noch erheblichen Nachholbedarf sieht. Neben der Forderung nach sicheren Wegen und Abstellanlagen möchte der ADFC auch einen Dialog aller Verkehrsteilnehmer über eine gerechte Verteilung der Verkehrsflächen in den Städten anstoßen. „Mehr Fahrräder brauchen mehr Straße“, bringt der ADFC-Vorsitzende es auf eine knappe Formel. „Wenn das Fahrrad einen spürbaren Beitrag zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme leisten soll, müssen wir seinen Anteil in den Städten von derzeit 11 Prozent auf rund 20 Prozent erhöhen,“ erklärt Semmelmann weiter und schielt dabei in Richtung Niederlande, wo das Fahrrad für etwa 27 Prozent aller Wege eingesetzt wird.

Im Rahmen der Versammlung wurde Karl-Ludwig Kelber mit der ADFC-Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Der 80jährige Bonner Journalist im Ruhestand war zunächst Gründungsvorsitzender des ADFC Bonn (1979-1994) und wurde 1986 zum ADFC-Bundesvorsitzenden gewählt. Mit zwölf Jahren (bis 1998) war er nicht nur länger im Amt als jeder andere Bundesvorsitzende, sondern auch prägend für den ADFC insgesamt. Unter seiner Führung wuchs die Mitgliederzahl um ein Mehrfaches und entwickelte sich der ADFC zu einem angesehenen und respektierten Interessen- und Fachverband, der heute bei allen Fragen des Radverkehrs gehört wird.

zp8497586rq

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Schlagworte: , ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter