Bundesweit und auch in Bonn:

Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

5. August 2013.

Mehr als 60 Veranstaltungen, Kundgebungen und Mahnwachen erinnern in Deutschland an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 68 Jahren und fordern die Ächtung der Massenvernichtungswaffen durch eine Nuklearwaffen-konvention nach dem Vorbild des Verbots von biologischen und chemischen Waffen. Die Bonner Veranstaltung findet, wie jedes Jahr um 18 Uhr am Beueler Rheinufer, statt. Es werden wieder zahlreiche Besucher, trotz Sommerferien, erwartet.

Das Netzwerk Friedenskooperative bekräftigt zum Hiroshimatag die Forderung nach dem Abzug der letzten verbliebenen US-Atombomben aus der Bundesrepublik und dem Ende der sogenannten „Nuklearen Teilhabe“, bei der deutsche „Tornados“ im Jagdbombergeschwader Büchel in der Eifel im „Ernstfall“ mit den US-Bomben beladen werden sollen.

Für deren Abzug statt der geplanten Modernisierung protestieren Friedensgruppen mit zahlreichen Aktionen am Fliegerhorst Büchel. Höhepunkt ist eine 24stündige Blockade aller Haupttore unter dem Motto „Rhythm beats Bombs“ mit Beteiligung zahlreicher bekannter Bands und Musiker_innen.

Der Koordinator der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“, Philipp Ingenleuf, erwartet die seit Jahren größte Aktion gegen Atomwaffen: „Im Jahr 2010 hat der Bundestag die Regierung einstimmig aufgefordert, sich für den Abzug der in Deutschland stationierten Atomwaffen einzusetzen. Bis heute hat sich an der Lage aber nichts geändert. Höchste Zeit also, um der Politik einen Denkzettel zu verpassen!“ (Genaueres dazu siehe http://www.atomwaffenfrei.de)

Der Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Manfred Stenner betont, zur Verhinderung einer immer weiteren Verbreitung gebe es keine Alternative als die vollständige Abrüstung auch der etablierten Atomwaffenstaaten gemäß den Verpflichtungen im Atomwaffensperrvertrag (NPT). Die Visionen von US-Präsident Obama zu einer atomwaffenfreien Welt in seiner Prager Rede und seine Angebote zur weiteren Reduzierung der Atomwaffenarsenale in Berlin hätten sich bisher leider als hohles Geschwätz erwiesen.

Die Friedenskooperative fordert zusammen mit den Anti-AKW-Initiativen auch das Aus für die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft. Stenner: „Alle Staaten, die Atomkraftwerke betreiben, können theoretisch auch Bomben bauen.“

Hier geht es zur Veranstaltungsübersicht 2013.

Foto: Hiroshima Gedenkveranstaltung 2012 - Foto: ( c ) Anke Liepertz

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