Hiroshima-Gedenkverstaltung am Beueler Rheinufer

„Die Erinnerung an Hiroshima ist lebendig!“

8. August 2013.

Als am 6. und 9. August 1945 um 8.15 Uhr „Little Boy“ auf Hiroshima fällt, hält die Welt den Atem an. Zwischen 70.000 und 166.000 Menschen sterben sofort oder an den Spätfolgen der Atombombe. Drei Tage Später, um 11.02 Uhr, fällt die Atombombe „Fat Man“ auf Nagasaki, der Mutterstadt des damaligen Rüstungskonzerns Mitsubishi. Die Bombe verfehlt ihr Ziel um etwa zwei Kilometer, explodiert in einem Wohngebiet und macht in einem Umkreis von einem Kilometer 80% der Wohnhäuser dem Erdboden gleich.Wieder sterben mehr als 60.000 Menschen sofort oder in den nächsten Monaten nach dem Abwurf der Atombombe. Damit wird dem Krieg, der kurze Zeit später eh zu einer Kapitulation Japans geführt hätte, ein unnötiges und graunhaftes Ende gesetzt.

Am Dienstag, dem 6. August 2013, versammelten sich über 60 BonnerInnen am Beueler Rheinufer um den Opfern zu gedenken. Veranstalter war die Friedensinitiative Bonn-Beuel, in Zusammenarbeit mit den „Ärzten zur Verhütung des Atomkriegs“ (IPPNW) und der DFG-VK. In Beuel finden seit 1984 die Mahnveranstaltungen für die mehr als 200.000 Toten statt.

Als Redner waren Horst Naaß (zweiter stellvertretender Bürgermeister), Dieter Riebe (DFG-VK Rhein-Sieg) und Robert Nicoll (Friedensinitiative Bonn-Beuel) vor Ort.

Die Forderungen der Friedensbewegung nach vollständiger atomarer Abrüstung und Ächtung sind die selben wie in den Vorjahren. Ebenfalls wird vor der Modernisierung von Atomwaffen gewarnt. Unter die Modernisierungspläne der US-Streitkräfte fallen ebenfalls die 20 in Deutschland stationierten Atombomben.

Die Stadt Bonn ist seit 2005 Mitglied im Bündnis „Mayors for Peace”, der „Bürgermeister für den Frieden“, einer Initiative, die an ihre Mitgliedsstädte appelliert, die Kampagne „Atomwaffenfrei bis 2020″ zu unterstützen. Sie werden dabei von Friedensgruppen auf der ganzen Welt sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene unterstützt.

Auch heute, 68 Jahre nach dem letzten Atombombeneinsat, gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI schätzt die Anzahl der einsetzbarer atomaren Gefechtsköpfe weltweit auf 8.400 Stück. 2.000 davon befinden sich in ständiger höchster Alarmbereitschaft und können in wenigen Minuten gestartet werden.

Passend dazu erinnerte Dieter Riebe in seiner Rede an die Worte Albert Einsteins: „Im Atomzeitalter muss die Menschheit den Krieg abschaffen. Es ist eine Frage von Leben und Tod“. Und weiter: „Bloßes Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen den Krieg und alles was zum Krieg führt.“

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