Professur zu Ehren Kissingers?

„Das kann der AStA nicht aufhalten“

5. November 2013.

Die geplante Einrichtung der Stiftsprofessur für „Internationale Beziehungen und Völkerrecht“ zu Ehren des umstrittenen Friedensnobelpreisträgers Henry Kissingers wird weiterhin kontrovers diskutiert. Nach Angaben der Zeitung „Die Welt“  sagte Uni-Sprecher Andreas Archut am Montag der Nachrichtenagentur dpa: „Das kann der AStA nicht aufhalten.“

Archut bezog sich damit auf eine Pressemitteilung des AStA, in der die Einrichtung der Professur scharf kritisiert wurde. Dort hieß es: “Wir fordern die Offenlegung der Verträge zur Einrichtung der Professur, sowie eine umfassende Transparenz bei Berufung und inhaltlicher Ausrichtung des Lehrstuhls. Die Direktfinanzierung eines Lehrstuhls durch das Verteidigungsministerium ist ein Novum, welche wir als eine unzulässige Einmischung in die zivile Hochschullandschaft bewerten.”

Doch nicht nur der AStA nimmt Anstoß an der für 2014 geplanten Henry-Kissinger-Professur. Auch das Studierendenparlament kritisierte, neben der Finanzierung durch das Bundesverteidigungsministeriums, auch die Namensgebung. Kissingers wirkte während seiner politischen Laufbahn verheerend in Südamerika und Südostasien und sei mitverantwortlich für mehrere hunderttausend Tote.

Foto: ( c ) Kai Mörk

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