Mackviertel:

Es kann losgehen

13. November 2013.

Der Verein zur Förderung von Lebensqualität, Kunst und städtebaulich-kultureller Aufwertung von August-Macke-Viertel und Bonner Altstadt, kurz „AMuBA“ begrüßt die Empfehlungen des Städtebau- und Gestaltungsbeirates Bonn für das August-Macke-Viertel und seine Absicht, die Durchführung der Maßnahmen weiter begleiten zu wollen.

Das hochkarätig besetzte Fachgremium für bedeutsame und das Stadtbild prägende Gestaltungsfragen empfahl in seiner ersten Sitzung in der vergangenen Woche, für die anstehende Baumaßnahme Viktoriabrücke ein konkurrierendes Verfahren zur Optimierung der Gestaltqualität und Einbindung in das städtebauliche Umfeld durchzuführen.

Die geplante Verkehrsberuhigung und gestalterische Aufwertung der Bornheimer Straße schafft eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Kurfürstenareal an einem citynahen idealen Standort Wohnungen zeitnah zu realisieren und die dort bestehenden städtebaulichen Missstände zu beseitigen.

Der Verein ist zuversichtlich, dass Rat und Verwaltung dem Votum des Städtebau- und Gestaltungsbeirats folgen und die Chance ergreifen werden, mit Unterstützung des Beirates das August-Macke-Viertel in seiner kulturellen Funktion und als citynahes Wohnquartier deutlich zu stärken.

Die notwendige Unterstützung aus der Bürgerschaft ist gegeben. Den Bürgerantrag des Vereins, die Sanierung der Viktoriabrücke als einmalige Chance zur Aufwertung des direkten Umfelds des August Macke Hauses zu nutzen, haben mehr als 1.400 Bürger, die ev. Lukasgemeinde und die kath. Kirchengemeinde Sankt Petrus unterstützt.

Das kommende Jahr, in dem sich der Todestag des international renommierten Künstlers zum 100. Mal jährt, bietet auch der Stadt Bonn die Gelegenheit, mit einem konkurrierenden Verfahren zur gestalterischen Aufwertung der Viktoriabrücke und des August Macke Hauses den Künstler zu würdigen und dem Museum ein adäquates Umfeld zu schaffen. In 2014 ist die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Museums geplant, ein Projekt, das ohne Inanspruchnahme städtischer Mittel realisiert wird.

Die Viktoriabrücke ist eins der am häufigsten gemalten Motive August Mackes. Der Künstler war von der Brücke als technisches Bauwerk fasziniert. Werke, wie „Paar an der Viktoriabrücke“ aus dem Jahre 1914 lassen die hohe Gestaltqualität der damaligen Brücke erahnen. Brückenbau war früher Ingenieurkunst und kann es heute wieder werden.

Foto: Ausschnitt aus Mackes Bild „Paar an der Viktoriabrücke“ - © Photo Studio 3 GbR U. Dohle, Schickler, St. Augustin

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